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Tipps zur Risikominimierung

Risikominimierung

Mehr Know-how, weniger Risiko:

  • Grundlagen des Wertpapierhandels
  • wichtige Hinweise für die Handelsphasen
  • nützliche Tipps zur Risikominimierung
Überblick

Tipps zur Risikominimierung beim Wertpapierhandel

Auf den folgenden Seiten geben wir Ihnen umfassende Tipps, wie Sie Ihre Wertpapier-Anlagen in den drei Phasen Kaufen, Halten, Verkaufen gegen Risiken absichern und somit Verluste begrenzen.

Eine Zusammenfassung aller Tipps finden Sie in unserer Checkliste zur Risikominimierung.

Neu: Statusanzeige in Ihrer Wertpapierübersicht


In Ihrer Bestandsanzeige wird Ihnen von nun an angezeigt, welche Ihrer Positionen bereits durch eine Verkaufsorder abgesichert sind:
Ampel Risikominierung
Bewegen Sie den Cursor auf das Symbol, wird Ihnen der jeweilige Status in einer Meldung angezeigt. Mit Klick aufs Ampel-Symbol gelangen Sie dann zur jeweiligen Orderinfo:
Anzeige Risikominimierung
Kaufen

Risikominimierung in der Kaufphase

Snapshot
Ihre Entscheidung steht: Sie wollen ein Investment tätigen.
Prüfen Sie nun zunächst genauestens das Wertpapier, in das Sie investieren wollen:

  • In unseren Snapshots erhalten Sie alle wichtigen Angaben zu jedem Wertpapier: aktuelle Kurse, Börsenumsätze, Charts, Bilanzdaten und Finanzkennzahlen. (siehe Grafik)


Umfassende Informationen über Wertpapiere und Märkte erhalten Sie zusätzlich über folgende Consorsbank Services:

Entscheiden Sie, wann und wie Sie ein Investment tätigen möchten:


  • zu jedem Preis?
  • zu einem Höchstpreis?
  • oder erst, wenn Sie vermuten, dass ein Kursanstieg zu erwarten ist?

Je nachdem, welche Variante Sie wählen, können Sie die folgenden Orderaufgabe nutzen.


Order-Optionen für den Kauf:


  1. Kauforder "Unlimitiert" (bestens/billigst)
  2. Kauforder mit Limit
  3. Kauforder mit Stop Buy
  4. Kauforder mit Trailing Stop Buy
  5. Kauforder mit OCO
  6. Kauforder mit Immediate-or-Cancel (XETRA)
  7. Kauforder mit Fill-or-Kill (XETRA)
  8. Eindeckungskauf / Leerverkauf (bei Shortselling)
  9. Tipps zur Wahl des Börsenplatzes
  10. Checkliste: Was muss vorm Kauf bedacht werden?


1. Kauforder "Unlimitiert" (bestens/billigst)
Im Gegensatz zur limitierten Kauforder besteht bei der unlimitierten Kauforder (Market Order) das hohe Risiko, dass der Kauf zu einem höheren als dem aktuellen Kurs ausgeführt wird. Sie kaufen also eventuell sehr viel teurer, als Sie möchten.

Hinweis: Wir empfehlen Ihnen, bei engen Märkten (geringe Liquidität) und auf XETRA Ihre Order grundsätzlich zu limitieren, insbesondere bei Optionsschein-Geschäften.

2. Kauforder mit Limit
Sollten Sie beim Kauf nicht mehr als einen ganz bestimmten Preis zahlen wollen, so empfehlen wir Ihnen eine Limitorder.
Das hinterlegte Limit markiert den maximalen Kaufkurs (Höchstkurs), zu dem die Order ausgeführt werden kann. Befindet sich der Kurs über Ihrem Limit, wird die Order nicht ausgeführt. Da Ihr maximaler Kapitaleinsatz vorher genau festgelegt wurde, ist Ihr Risiko also kalkulierbar.

3. Kauforder mit Stop Buy
Sie möchten erst dann kaufen, wenn ein bestimmtes höheres Kursniveau erreicht ist? Dann wählen Sie den Orderzusatz Stop Buy:
Diese Order wird erst dann ausgeführt, wenn ein höherer Kurs (Stop-Buy-Limit) erreicht oder überschritten wird. Bei Erreichen oder Überschreiten Ihres Stop-Buy-Limits werden Kaufaufträge zum nächsten handelbaren Börsenkurs billigst ausgeführt – unabhängig davon, ob der aktuelle Kurs dann über oder unter dem vom Auftraggeber festgesetzten Kurs liegt.

Mit der Funktion Limit nach Stop wird bewirkt, dass die Stop Buy Order bei Erreichen des Stop Buy Limits in eine Limitierte Kauforder umgewandelt wird.

Hinweis: Das Stop-Buy-Limit muss bei Orderaufgabe über dem aktuellen Kurs liegen. Die Order wird sonst von der Börse XETRA abgewiesen. Von den Parkettbörsen wird die Order zwar angenommen, mit dem nächsten Kurs jedoch in eine Billigst-Order umgewandelt.

4. Kauforder mit Trailing Stop Buy
Bitte beachten Sie: Diese Möglichkeit besteht derzeit nur bei ausgewählten Handelsplätzen, z.B. Stuttgart und Tradegate.

Bei der Trailing-Stop-Order handelt es sich um eine Kauforder mit einem Stop Buy Limit. Der Unterschied zur normalen Stop-Buy-Order: Bei fallenden Kursen reduziert sich das erteilte Limit im definierten Abstand (prozentual oder absolut). Bei steigenden Kursen verändert es sich nicht.

Bei Erteilung der Kauforder wird ein Stop Buy Limit hinterlegt und der Limitzusatz Trailing Stop Buy. Zusätzlich wird ein Abstand definiert, in dem das Limit den fallenden Kursen folgen soll. Diese Differenz (absolut oder prozentual) ist der Abstand zwischen dem aktuellen Kurs und dem Stop Buy. Bei fallenden Kursen reduziert sich das Trailing-Stop-Limit im vorher festgelegten Abstand. Bei steigenden Kursen bleibt es unverändert auf dem letzten Niveau.

Sobald der Kurs an der ausgewählten Börse auf das Stop Limit ansteigt oder dieses überschreitet, wird die Kauforder in eine unlimitierte Kauforder umgewandelt und zum nächsten handelbaren Kurs ausgeführt.

Optional haben Sie über den Handelsplatz Tradegate die Möglichkeit, innerhalb der Ordererteilungsmaske zusätzlich das Feld „Toleranz nach Stop“ zu befüllen.
Die Toleranz nach Stop ist von ihrer Wirkungsweise her dem Limit nach Stop ähnlich, das bei verschiedenen Handelsplätzen angeboten wird, z.B. im Rahmen der Stop Buy Order. Ziel dieser Funktion ist es, dass die Trailing Stop Kauforder nach Erreichen des Stop in eine Limit Kauforder umgewandelt wird. Die Toleranz wird hierbei dem Kurs hinzugerechnet, der zur Auslösung des Trailing Stop Limits führt. Der errechnete Wert ist hierbei das Limit nach Stop, das im Rahmen der Limit-Kauforder platziert wird. Das bedeutet, dass Ihre Order nur dann ausgeführt werden kann, wenn der mögliche Ausführungskurs kleiner oder gleich dem errechneten Wert ist.

Hinweis: Achten Sie auf die Dauer der Ordergültigkeit: Wenn Ihre Order abgelaufen ist und Sie keine neue erteilen, ist Ihr Wertpapier bei Kursverfall ungeschützt. Aktivieren Sie unseren Benachrichtigungsservice, um den Ablauf Ihrer Ordergültigkeit auf keinen Fall zu verpassen.

5. Kauforder mit OCO
Bitte beachten Sie: Diese Möglichkeit besteht derzeit nur bei ausgewählten Handelsplätzen, z.B. Stuttgart und Tradegate.

Bei Erteilung einer Kauforder mit OCO wird ein Stop Buy Limit und zugleich ein Kauflimit hinterlegt und zusätzlich der Limitzusatz OCO aktiviert. Sobald der Kurs an der ausgewählten Börse auf das Stop Limit ansteigt oder dieses überschreitet, wird die Kauforder in eine unlimitierte Kauforder umgewandelt und zum nächsten handelbaren Kurs ausgeführt. Für den Fall, dass der Kurs fällt und das niedrigere Kauflimit erreicht, wird der Kauf durchgeführt.

Mit der Funktion Limit nach Stop bewirken Sie, dass Ihre Order bei Erreichen der von Ihnen gesetzten Stopmarke in eine limitierte Kauforder umgewandelt wird. Das bedeutet, dass Ihre Order nur dann ausgeführt werden kann, wenn der mögliche Ausführungskurs kleiner oder gleich dem Limit nach Stop ist.

Hinweis: Achten Sie auf die Dauer der Ordergültigkeit: Wenn Ihre Order abgelaufen ist und Sie keine neue erteilen, ist Ihr Wertpapier bei Kursverfall ungeschützt. Aktivieren Sie unseren Benachrichtigungsservice, um den Ablauf Ihrer Ordergültigkeit auf keinen Fall zu verpassen.

6. Kauforder mit Immediate-or-Cancel (XETRA)
Die Immediate-or-Cancel-Order ist eine limitierte Auftragsart im elektronischen Handelssystem der Börse XETRA.
Bei einer IOC-Order wird der Kauf- oder Verkaufsauftrag nur unmittelbar (Immediate), aber so vollständig wie möglich ausgeführt. Nicht ausgeführte Stückzahlen des Gesamtauftrags werden ohne Eintrag in das Orderbuch gelöscht (Cancel).

Hinweis: Dieser Limitzusatz eignet sich für Anleger, die eine Ausführung ihres Auftrags auch dann wünschen, wenn nur eine Teilstückzahl zu den Konditionen der Auftragserteilung abgewickelt werden kann. Bitte beachten Sie, dass die Order ausführbar sein muss.

7. Kauforder mit Fill-or-Kill (XETRA)
Die Fill-or-Kill-Order ist eine limitierte Auftragsart im elektronischen Handelssystem der Börse XETRA.
Bei einer FOK-Order wird der Kauf- oder Verkaufsauftrag nur sofort und komplett (Fill) ausgeführt. Ist das nicht möglich, wird die Order sofort gelöscht (Kill).

Hinweis: Dieser Limitzusatz eignet sich für Anleger, die eine Ausführung ihres Auftrags sofort und komplett wünschen.

8. Eindeckungskauf / Leerverkauf (bei Shortselling)
Die Order für einen Eindeckungskauf innerhalb des Shortsellings wird auch Leerverkauf genannt. Denn Sie verkaufen hier Wertpapiere, die Sie nicht besitzen, und kaufen sie später wieder zurück (Eindeckungskauf). Ziel eines Leerverkaufs ist es, die verkauften Wertpapiere zu einem späteren Zeitpunkt günstiger zurück erwerben zu können – eine Spekulation, die mit hohen Risiken verbunden ist.

Hinweis: Wir empfehlen Ihnen, sich im Detail über die Möglichkeiten und Risiken des Shortsellings / Leerverkaufs zu informieren.

9. Tipps zur Wahl des Börsenplatzes
 
Nationale oder internationale Börse?

Nationale Börse Internationale Börse
Keine Kursschwankungen aufgrund von Wechselkursänderungen Eventuell mehr Angebote
Bekannte Gesetzgebung Eventuell größerer Markt
Stabiles staatliches System Eventuell höherer Umsatz
Geringere Orderkosten Andere Öffnungszeiten
  Andere gesetzliche Regelungen


Vor- und Nachteile börslicher Handel

Pro Kontra
Vergleichbarkeit Kurze Handelszeiten
Handelsregeln/-überwachung Kosten (Maklercourtage, Börsengebühr)
Freier Wettbewerb Eventuell langsamer als außerbörslicher Handel
Limitierung möglich Kein Sekundenhandel möglich
Preistransparenz Teilausführungen möglich


Vor- und Nachteile außerbörslicher Handel

Pro Kontra
Verbindlicher Preis Eventuell fehlende Referenzmärkte
Sekundenschnelle Ausführung Nur teilweise Möglichkeit von Limit-Orders
Keine Börsengebühr Geringere Liquidität als beim Börsenhandel
Längerfristiges Limitsystem mit speziellen Limittypen (OCO, Trailing-Stop, Trailing-Stop-Loss) Keine Möglichkeit auf Einsicht in ein Orderbuch, daher nur geringe Markttransparenz
Längere Handelszeiten als beim börslichen Handel Fehlende Kontrolle und Aufsicht


10. Checkliste: Was muss vorm Kauf bedacht werden?

  • Anlageziel: kurzfristige Liquidität, Vermögensaufbau und -ausbau, Vorsorge
  • Anlagerisiko: konservativ, risikobewusst oder spekulativ
  • Anlagedauer: kurzfristig, mittelfristig oder langfristig
  • Anlagehäufigkeit: einmalig oder regelmäßig (Aktien-, Zertifikate- oder Fonds-Sparplan)
  • Was Sie kaufen: Aktien, Hebelprodukte, Fonds oder andere Produkte
  • Wo Sie kaufen: im Inland, im Ausland, börslich oder außerbörslich
  • Wie Sie kaufen: unlimitiert, limitiert, mit Stop Order etc.
  • Wann Sie kaufen: bei welchem Einstiegs- und Verkaufskurs

Halten

Haltephase: Risikominimierung mit Stop-Loss-Limits

Durch Stop-Loss-Limits vermindern Sie das Verlustrisiko Ihrer Wertpapiere durch fallende Kurse und sichern bereits erzielte Gewinne ab.

Prüfen Sie vor dem Setzen eines Stop-Loss-Limits die Volatilität Ihres Wertpapiers, um das Limit nicht zu nah oder zu weit vom aktuellen Kurs zu setzen. Sie stellen dadurch sicher, dass Ihre Order nicht zu spät oder zu früh ausgelöst wird.

Tipp: Bei engen Märkten mit geringer Liquidität und auf XETRA empfehlen wir, die Order grundsätzlich zu limitieren, insbesondere bei Optionsschein-Geschäften.

Order-Optionen für Wertpapiere im Depot:


  1. Keine Ordererteilung
  2. Verkaufsorder mit Limit
  3. Verkaufsorder mit Stop Loss
  4. Verkaufsorder mit Trailing Stop
  5. Verkaufsorder mit OCO
  6. Eindeckungsorder mit Stop Buy (Shortselling)


1. Keine Ordererteilung
Ohne Ordererteilung ist Ihr Wertpapier nicht gegen Kursschwankungen abgesichert.
Fällt der Kurs, besteht somit ein hohes Verlustrisiko.

2. Verkaufsorder mit Limit
Sie erwarten, dass der Kurs Ihres Wertpapiers steigt, oder Sie haben einen Ausstiegskurs gedanklich bereits definiert und möchten bei einem bestimmten höheren Kurs verkaufen.
In diesem Fall empfehlen wir Ihnen eine normale Verkaufsorder mit einem Verkaufslimit: Sobald der Kurs steigt und Ihr gesetztes Limit erreicht, wird Ihre Order bei einem handelbaren Kurs ausgeführt.

Beachten Sie bitte: Fällt der Kurs, ist Ihr Wertpapier nicht abgesichert. In diesem Fall besteht also ein hohes Verlustrisiko.

3. Verkaufsorder mit Stop Loss
Sie möchten Ihr Wertpapier längere Zeit halten, aber größeren Kursverlusten vorbeugen.
In diesem Fall empfehlen wir Ihnen eine Stop-Loss-Order, also eine limitierte Verkaufsorder mit dem Limitzusatz Stop Loss.

Bei Stop-Loss-Ordern liegt die Stop-Marke unter dem aktuellen Kurs. Sobald der Kurs auf die hinterlegte Stop-Marke zurückfällt oder sie unterschreitet, wird die Verkaufsorder in eine unlimitierte Verkaufsorder umgewandelt und zum nächsten handelbaren Kurs ausgeführt. Dieser Kurs kann unter, über oder bei der von Ihnen gesetzten Stop-Marke liegen. Das Verlustrisiko bei fallenden Kursen wird somit reduziert.

Mit der Funktion „Limit nach Stop“ bewirken Sie, dass Ihre Order bei Erreichen der von Ihnen gesetzten Stop-Marke in eine limitierte Verkaufsorder umgewandelt wird. Das bedeutet, dass Ihre Order nur dann ausgeführt werden kann, wenn der mögliche Ausführungskurs größer oder gleich dem Limit nach Stop ist.

Wichtige Hinweise:

  • Vergessen Sie bei Ordererteilung nicht den Limitzusatz Stop Loss, denn sonst wird Ihre Order sofort ausgeführt.

  • Prüfen Sie vorab die Volatilität des Wertpapiers, damit Sie die Stop-Marke nicht zu weit oder zu nah am aktuellen Kurs setzen. Dadurch könnte die Order zu spät oder zu früh ausgelöst werden. SmartStops helfen Ihnen, börsentäglich aktuell für ausgewählte Aktien eine geeignete Stop-Marke zu definieren, die Ihre Gewinne sichern und Verluste begrenzen kann.

  • Achten Sie auf die Dauer der Ordergültigkeit: Wenn die Order abgelaufen ist und Sie keine neue erteilen, ist Ihr Wertpapier bei Kursverfall ungeschützt. Aktivieren Sie unseren Benachrichtigungsservice, um den Ablauf Ihrer Ordergültigkeit auf keinen Fall zu verpassen.


4. Verkaufsorder mit Trailing Stop
Bitte beachten Sie: Diese Möglichkeit besteht zurzeit nur bei ausgewählten Handelsplätzen, z.B. Stuttgart und Tradegate, außerdem im außerbörslichen Handel bei ausgewählten Emittenten.

Sie möchten Ihr Wertpapier längere Zeit halten, sich aber gegen Kursverlust absichern und gleichzeitig dafür sorgen, dass sich das Stop Limit erhöht, wenn der Kurs steigt.

In diesem Fall empfehlen wir Ihnen eine Trailing-Stop-Order:
Bei Erteilung der Verkaufsorder wird ein Verkaufslimit hinterlegt und der Limitzusatz "Trailing Stop Loss" aktiviert. Zusätzlich wird ein Abstand definiert, in dem das Limit den steigenden Kursen folgen soll. Diese Differenz (absolut oder prozentual) ist der Abstand zwischen dem aktuellen Bid-Kurs und dem Stop Loss. Bei steigenden Kursen erhöht sich das Trailing-Stop-Limit im vorher festgelegten Abstand. Bei fallenden Kursen bleibt es unverändert auf dem letzten Niveau.

Sobald der Kurs an der ausgewählten Börse auf das Stop Limit fällt oder dieses unterschreitet, wird die Verkaufsorder in eine unlimitierte Verkaufsorder umgewandelt und zum nächsten handelbaren Kurs ausgeführt. Das Stop Limit passt sich also bei steigendem Kurs an, wodurch das Verlustrisiko bei fallenden Kursen reduziert wird.

Zusätzliche Optionen:

  • Der Abstand kann auch in prozentualer Form hinterlegt werden. Wählen Sie für diese Option den Limitzusatz "Trailing Stop prozentual" aus.

  • Über den Handelsplatz Tradegate haben Sie die Möglichkeit, innerhalb der Ordermaske zusätzlich das Feld „"Toleranz nach Stop"“ zu befüllen: Ziel ist es, dass die Trailing Stop Verkaufsorder nach Erreichen des Stop in eine Limit Verkaufsorder umgewandelt wird. Die Toleranz wird hierbei vom Kurs abgezogen, der zur Auslösung des Trailing Stop Limits führt. Der errechnete Wert ist das Limit nach Stop, das im Rahmen der Limitverkaufsorder platziert wird. Das bedeutet, dass Ihre Order nur ausgeführt werden kann, wenn der mögliche Ausführungskurs größer oder gleich dem errechneten Wert ist.

Beispiele (vergrößern mit Klick):
Beispiele

Hinweis: Achten Sie auf die Dauer der Ordergültigkeit: Wenn die Order abgelaufen ist und Sie keine neue erteilen, ist Ihr Wertpapier bei Kursverfall ungeschützt. Aktivieren Sie unseren Benachrichtigungsservice, um den Ablauf Ihrer Ordergültigkeit auf keinen Fall zu verpassen.

5. Verkaufsorder mit OCO
Bitte beachten Sie: Diese Möglichkeit besteht zurzeit nur bei ausgewählten Handelsplätzen, z.B. Stuttgart und Tradegate, außerdem im außerbörslichen Handel bei ausgewählten Emittenten.

Sie möchten Ihr Wertpapier längere Zeit halten, sich aber gegen fallende Kurse absichern oder von steigenden Kursen profitieren.
Wir empfehlen Ihnen in diesem Fall eine OCO-Order: Die "One-Cancels-the-Other"-Order bietet Ihnen die Möglichkeit, in ein und derselben Order ein Stop-Loss-Limit und ein Verkaufslimit aufzugeben.

Bei Erteilung der Verkaufsorder werden ein Stop-Loss-Limit und gleichzeitig ein Verkaufslimit hinterlegt und der Limitzusatz OCO aktiviert. Sobald der Kurs an der ausgewählten Börse auf das Stop Limit fällt oder dieses unterschreitet, wird die Verkaufsorder in eine unlimitierte Verkaufsorder umgewandelt und zum nächsten handelbaren Kurs ausgeführt. Steigt der Kurs und erreicht das von Ihnen gesetzte höhere Verkaufslimit, wird der Verkauf durchgeführt.

Mit der Funktion Limit nach Stop bewirken Sie, dass Ihre Order bei Erreichen der von Ihnen gesetzten Stop-Marke in eine limitierte Verkaufsorder umgewandelt wird. Das bedeutet, dass Ihre Order nur dann ausgeführt werden kann, wenn der mögliche Ausführungskurs größer oder gleich dem Limit nach Stop ist. Das Verlustrisiko bei fallenden Kursen wird dadurch reduziert. Gleichzeitig profitieren Sie von Kursanstiegen.

Hinweis: Achten Sie auf die Dauer der Ordergültigkeit: Wenn die Order abgelaufen ist und Sie keine neue erteilen, ist Ihr Wertpapier bei Kursverfall ungeschützt. Aktivieren Sie unseren Benachrichtigungsservice, um den Ablauf Ihrer Ordergültigkeit auf keinen Fall zu verpassen.

6. Eindeckungsorder mit Stop Buy (Shortselling)
Bei einer Eindeckungsorder innerhalb des Shortsellings verkaufen Sie Wertpapiere, die Sie nicht besitzen (Leerverkauf), und kaufen diese später wieder zurück (Eindeckungskauf). Ziel dieser Order ist es, die verkauften Wertpapiere zu einem späteren Zeitpunkt wieder günstiger erwerben zu können.

Detaillierte Informationen über die Möglichkeiten und Risiken des Shortsellings:

Verkaufen

Risikominimierung beim Verkaufen

Sie haben sich entschieden, Ihr Investment zu verkaufen. Das können Sie entweder sofort oder bei Erreichen eines bestimmten Kursniveaus. Zunächst sollten Sie jedoch alle vorhandenen Optionen prüfen, beispielsweise was die Limitierung und die Auswahl des Börsenplatzes betrifft.

Order-Optionen für den Verkauf:


  1. Verkaufsorder Unlimitiert (bestens/billigst)
  2. Verkaufsorder mit Limit
  3. Verkaufsorder mit Immediate-or-Cancel (XETRA)
  4. Verkaufsorder mit Fill-or-Kill (XETRA)
  5. Verkaufsorder mit Stop Loss
  6. Verkaufsorder mit Trailing Stop
  7. Verkaufsorder mit OCO
  8. Leerverkaufsorder (Shortselling)


1. Verkaufsorder Unlimitiert (bestens/billigst)
Im Gegensatz zur limitierten Verkaufsorder besteht bei der unlimitierten Verkaufsorder (Market Order) das hohe Risiko, dass der Verkauf zu einem höheren als dem aktuellen Kurs ausgeführt wird. Sie verkaufen also eventuell billiger, als Sie möchten.

Hinweis: Wir empfehlen Ihnen, bei engen Märkten (geringe Liquidität) und auf XETRA Ihre Order grundsätzlich zu limitieren, insbesondere bei Optionsschein-Geschäften.

2. Verkaufsorder mit Limit
Durch die Erteilung eines Verkaufslimits geben Sie den Mindestpreis vor, zu dem Sie verkaufen möchten. Wird das hinterlegte Verkaufslimit nicht erreicht, wird die Order nicht ausgeführt.

Beachten Sie bitte: Bei einem Kursverfall wird das Risiko nicht begrenzt.

3. Verkaufsorder mit Immediate-or-Cancel (XETRA)
Die Immediate-or-Cancel-Order ist eine limitierte Auftragsart im elektronischen Handelssystem der Börse XETRA.
Bei einer IOC-Order wird der Kauf- oder Verkaufsauftrag nur unmittelbar (Immediate), aber so vollständig wie möglich ausgeführt. Nicht ausgeführte Stückzahlen des Gesamtauftrags werden ohne Eintrag in das Orderbuch gelöscht (Cancel).

Dieser Limitzusatz eignet sich für Anleger, die eine Ausführung ihres Auftrags auch dann wünschen, wenn nur eine Teilstückzahl zu den Konditionen der Auftragserteilung abgewickelt werden kann. Die Ausführung der Order kann aus mehreren Teilausführungen zusammengesetzt sein.

4. Verkaufsorder mit Fill-or-Kill (XETRA)
Die Fill-or-Kill-Order ist eine limitierte Auftragsart im elektronischen Handelssystem der Börse XETRA.
Bei einer FOK-Order wird der Kauf- oder Verkaufsauftrag nur sofort und komplett (Fill) ausgeführt. Ist das nicht möglich, wird die Order sofort gelöscht (Kill).

Dieser Limitzusatz eignet sich für Anleger, die eine Ausführung ihres Auftrags sofort und komplett wünschen.

5. Verkaufsorder mit Stop Loss
Sie möchten Ihr Wertpapier längere Zeit halten, aber größeren Kursverlusten vorbeugen.
Erteilen Sie in diesem Fall eine Stop-Loss-Order, also eine limitierte Verkaufsorder mit dem Limitzusatz "Stop Loss".

Bei Stop-Loss-Ordern liegt die Stop-Marke unter dem aktuellen Kurs. Sobald der Kurs auf die hinterlegte Stop-Marke zurückfällt oder sie unterschreitet, wird die Verkaufsorder in eine unlimitierte Verkaufsorder umgewandelt und zum nächsten handelbaren Kurs ausgeführt. Dieser Kurs kann unter, über oder bei der von Ihnen gesetzten Stop-Marke liegen. Das Verlustrisiko bei fallenden Kursen wird somit reduziert.

Mit der Funktion „Limit nach Stop“ bewirken Sie, dass Ihre Order bei Erreichen der von Ihnen gesetzten Stop-Marke in eine limitierte Verkaufsorder umgewandelt wird. Das bedeutet, dass Ihre Order nur dann ausgeführt werden kann, wenn der mögliche Ausführungskurs größer oder gleich dem Limit nach Stop ist.

Wichtige Hinweise:
  • Vergessen Sie bei Ordererteilung nicht den Limitzusatz Stop Loss, denn sonst wird Ihre Order sofort ausgeführt.

  • Prüfen Sie vorab die Volatilität des Wertpapiers, damit Sie die Stop-Marke nicht zu weit oder zu nah am aktuellen Kurs setzen. Dadurch könnte die Order zu spät oder zu früh ausgelöst werden. SmartStops helfen Ihnen, börsentäglich aktuell für ausgewählte Aktien eine geeignete Stop-Marke zu definieren, die Ihre Gewinne sichern und Verluste begrenzen kann.

  • Achten Sie auf die Dauer der Ordergültigkeit: Wenn die Order abgelaufen ist und Sie keine neue erteilen, ist Ihr Wertpapier bei Kursverfall ungeschützt. Aktivieren Sie unseren Benachrichtigungsservice, um den Ablauf Ihrer Ordergültigkeit auf keinen Fall zu verpassen.


6. Verkaufsorder mit Trailing Stop
Bitte beachten Sie: Diese Möglichkeit besteht zurzeit nur bei ausgewählten Handelsplätzen, z.B. Stuttgart und Tradegate, außerdem im außerbörslichen Handel bei ausgewählten Emittenten.

Sie möchten Ihr Wertpapier längere Zeit halten, sich aber gegen Kursverlust absichern und gleichzeitig dafür sorgen, dass sich das Stop Limit erhöht, wenn der Kurs steigt.

In diesem Fall empfehlen wir Ihnen eine Trailing-Stop-Order:
Bei Erteilung der Verkaufsorder wird ein Verkaufslimit hinterlegt und der Limitzusatz "Trailing Stop Loss" aktiviert. Zusätzlich wird ein Abstand definiert, in dem das Limit den steigenden Kursen folgen soll. Diese Differenz (absolut oder prozentual) ist der Abstand zwischen dem aktuellen Bid-Kurs und dem Stop Loss. Bei steigenden Kursen erhöht sich das Trailing-Stop-Limit im vorher festgelegten Abstand. Bei fallenden Kursen bleibt es unverändert auf dem letzten Niveau.

Sobald der Kurs an der ausgewählten Börse auf das Stop Limit fällt oder dieses unterschreitet, wird die Verkaufsorder in eine unlimitierte Verkaufsorder umgewandelt und zum nächsten handelbaren Kurs ausgeführt. Das Stop Limit passt sich also bei steigendem Kurs an, wodurch das Verlustrisiko bei fallenden Kursen reduziert wird.

Zusätzliche Optionen:

  • Der Abstand kann auch in prozentualer Form hinterlegt werden. Wählen Sie für diese Option den Limitzusatz "Trailing Stop prozentual".

  • Über den Handelsplatz Tradegate haben Sie die Möglichkeit, innerhalb der Ordererteilungsmaske zusätzlich das Feld „Toleranz nach Stop“ zu befüllen: Ziel ist es, dass die Trailing Stop Verkaufsorder nach Erreichen des Stop in eine Limit Verkauforder umgewandelt wird. Die Toleranz wird hierbei vom Kurs abgezogen, der zur Auslösung des Trailingstoplimits führt. Der errechnete Wert ist das Limit nach Stop, das im Rahmen der Limitverkaufsorder platziert wird. Das bedeutet, dass Ihre Order nur ausgeführt werden kann, wenn der mögliche Ausführungskurs größer oder gleich dem errechneten Wert ist.

Hinweis: Achten Sie auf die Dauer der Ordergültigkeit: Wenn die Order abgelaufen ist und Sie keine neue erteilen, ist Ihr Wertpapier bei Kursverfall ungeschützt. Aktivieren Sie unseren Benachrichtigungsservice, um den Ablauf Ihrer Ordergültigkeit auf keinen Fall zu verpassen.

7. Verkaufsorder mit OCO
Bitte beachten Sie: Diese Möglichkeit besteht zurzeit nur bei ausgewählten Handelsplätzen, z.B. Stuttgart und Tradegate, außerdem im außerbörslichen Handel bei ausgewählten Emittenten.

Bitte beachten Sie: Diese Möglichkeit besteht zurzeit nur bei ausgewählten Handelsplätzen, z.B. Stuttgart und Tradegate, außerdem im außerbörslichen Handel bei ausgewählten Emittenten.

Sie möchten Ihr Wertpapier längere Zeit halten, sich aber gegen fallende Kurse absichern oder von steigenden Kursen profitieren.
Wir empfehlen Ihnen in diesem Fall eine OCO-Order: Die "One-Cancels-the-Other"-Order bietet Ihnen die Möglichkeit, in ein und derselben Order ein Stop-Loss-Limit und ein Verkaufslimit aufzugeben.

Bei Erteilung der Verkaufsorder werden ein Stop-Loss-Limit und gleichzeitig ein Verkaufslimit hinterlegt und der Limitzusatz OCO aktiviert. Sobald der Kurs an der ausgewählten Börse auf das Stop Limit fällt oder dieses unterschreitet, wird die Verkaufsorder in eine unlimitierte Verkaufsorder umgewandelt und zum nächsten handelbaren Kurs ausgeführt. Steigt der Kurs und erreicht das von Ihnen gesetzte höhere Verkaufslimit, wird der Verkauf durchgeführt.

Mit der Funktion Limit nach Stop bewirken Sie, dass Ihre Order bei Erreichen der von Ihnen gesetzten Stop-Marke in eine limitierte Verkaufsorder umgewandelt wird. Das bedeutet, dass Ihre Order nur dann ausgeführt werden kann, wenn der mögliche Ausführungskurs größer oder gleich dem Limit nach Stop ist. Das Verlustrisiko bei fallenden Kursen wird dadurch reduziert. Gleichzeitig profitieren Sie von Kursanstiegen.

Hinweis: Achten Sie auf die Dauer der Ordergültigkeit: Wenn die Order abgelaufen ist und Sie keine neue erteilen, ist Ihr Wertpapier bei Kursverfall ungeschützt. Aktivieren Sie unseren Benachrichtigungsservice, um den Ablauf Ihrer Ordergültigkeit auf keinen Fall zu verpassen.

8. Leerverkaufsorder (Shortselling)
Beim Shortselling verkaufen Sie Wertpapiere, die Sie nicht besitzen (Leerverkauf), und kaufen diese später wieder zurück (Eindeckungskauf).
Ziel eines Leerverkaufs ist es, die verkauften Wertpapiere zu einem späteren Zeitpunkt günstiger zurück erwerben zu können – eine Spekulation, die logischerweise mit hohen Risiken verbunden ist.

Wir empfehlen Ihnen, sich im Detail über die Möglichkeiten und Risiken des Shortselling / Leerverkaufs zu informieren.
Checkliste

Checkliste: Risikominimierung beim Wertpapierhandel


Was muss vorm Kauf bedacht werden?


  • Anlageziel: kurzfristige Liquidität, Vermögensaufbau und -ausbau, Vorsorge
  • Anlagerisiko: konservativ, risikobewusst oder spekulativ
  • Anlagedauer: kurzfristig, mittelfristig oder langfristig
  • Anlagehäufigkeit: einmalig oder regelmäßig (Aktien-, Zertifikate- oder Fonds-Sparplan)
  • Was Sie kaufen: Aktien, Hebelprodukte, Fonds oder andere Produkte
  • Wo Sie kaufen: im Inland, im Ausland, börslich oder außerbörslich
  • Wie Sie kaufen: unlimitiert, limitiert, mit Stop Order etc.
  • Wann Sie kaufen: bei welchem Einstiegs- und Verkaufskurs

Wichtig in allen Phasen des Wertpapierhandels:


  • Investieren Sie nur in Wertpapiere, deren Funktionsweise Sie verstehen.
  • Wählen Sie vorab die geeignete Börse (Inland, Ausland, börslich, außerbörslich).
  • Prüfen Sie die Liquidität des Börsenplatzes.
  • Legen Sie vorab die Ordergültigkeit fest.
  • Kontrollieren Sie die Order nach ihrer Aufgabe in der Orderinfo.
  • Checken Sie regelmäßig Depot und Kurse.
  • Beobachten Sie die Finanzmärkte.
  • Verfolgen Sie die aktuellen Nachrichten.
  • Prüfen Sie die Notwendigkeit eines Realtimekurs-Abos.
  • Abonnieren Sie die Börsenbriefe.
  • Beschäftigen Sie sich bereits vor dem Kauf mit einem möglichen Ausstiegskurs.
  • Setzen Sie bei Ihrer Abwesenheit in der Halte- bzw. Verkaufsphase ein Stop Loss.

Wichtig bei der Ordererteilung:


  • An Auslandsbörsenplätzen erteilen Sie das Limit in der Währung des gewählten Handelsplatzes.
  • In London erteilen Sie das Limit immer in Britischen Pfund (GBP), die Kurse werden aber in der Regel in British Pence (GBp) veröffentlicht.
  • Für Schuldverschreibungen (Anleihen) erfolgen Kursveröffentlichung und Limit-Angabe als Prozentnotiz. Die Mengenangabe erfolgt bis auf wenige Ausnahmen nicht über die Stückzahl, sondern über den Nennwert.
  • Beim Kauf von Fonds-Anteilen über die Fonds-Gesellschaft haben Sie keine Möglichkeit, die Order zu limitieren.
  • Wird eine Order mit dem Zusatz "Kassa" versehen, liegt sie nur für spezielle Kursstellungen vor, bei Parkettbörsen in der Regel einmal börsentäglich zur Mitte der Börsensitzung.

In unserer Hilfe finden Sie weitere wertvolle Hinweise zum Handel an den Wertpapierbörsen.
Kontakt

0911 / 369 20 10

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