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DJ MÄRKTE EUROPA/Investoren nehmen in steigende Kurse Gewinne mit



FRANKFURT (Dow Jones)--Die europäischen Aktienmärkte notieren am Donnerstagmittag kaum verändert. Das Plus aus dem frühen Handel werde schnell zu Gewinnmitnahmen genutzt, auf dem unveränderten Niveau zum Vortag halten sich die Bullen und die Bären an der Börse momentan die Waage. Gestützt wurde im frühen Handel die Stimmung vom Protokoll der jüngsten US-Notenbank-Sitzung: Die Fed rechnet zwar mit einem starken Wachstum, hält aber Diskussionen um Tapering, also eine Reduzierung der Wertpapierkäufe, für verfrüht.

Der DAX notiert 0,1 Prozent leichter bei 15.167 Punkten, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,2 Prozent auf 3.966 Punkte nach oben. Der Stoxx-600-Index - der marktbreite europäische Index - vergleichbar mit dem S&P-500 in den USA, notierte am Vormittag mit 436,66 Punkten auf einem Allzeithoch.

   Deutsche Auftragseingänge etwas besser - Umsätze sinken 

Die deutsche Industrie erfreut sich einer ungebrochen hohen Nachfrage aus dem In- und Ausland, hat aber offenbar zunehmend Probleme, ihre Aufträge abzuarbeiten. Im Februar stiegen die Auftragseingänge zwar gegenüber dem Vormonat um 1,2 (Prognose: 1,0) Prozent, zugleich sanken aber die Umsätze im verarbeitenden Gewerbe um 1,9 Prozent. Das lässt für die am Freitag anstehenden Produktionszahlen ebenfalls einen Rückgang erwarten und ist kein gutes Omen für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal. Zudem könnten die rascher steigenden Corona-Infektionszahlen zu einem noch schärferen Lockdown führen.

Positiv zu werten ist derweil, dass die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer im Februar erstmals seit Oktober 2018 eine zweistellige Zuwachsrate beim Auftragseingang erzielt haben. Die Bestellungen legten um real 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu, der Rückschlag im Januar um 10 Prozent konnte damit komplett ausgeglichen werden. Die entscheidenden Impulse dazu kamen aus dem Ausland, diese legten um 17 Prozent zu.

   KPN mit Übernahmespekulationen gesucht 

KPN gewinnen 2,5 Prozent. Die Aktie profitiert von einem Bericht im Wall Street Journal, laut dem Stonepeak Infrastructure Partners und EQT an einem gemeinsamen Übernahmegebot arbeiten, das den Konzern mit mehr als 15 Milliarden Dollar bewerten würde. Die UBS schließt ein Gebot nicht aus. Der Bericht zeige, dass KPN unterbewertet sei. ING merkt an, dass eine Übernahme nicht einfach werden dürfte und verweist auf Hürden wie Zustimmungen des Konzern-Managements sowie der niederländischen Regierung.

Nach Erstquartalszahlen geben Gerresheimer um 1,4 Prozent nach. Berenberg spricht von gemischten Zahlen. Die Erlöse seien etwas schwächer ausgefallen, das bereinigte EBITDA sowie der Free Cashflow seien indes akzeptabel. Das Kosmetik-Glasgeschäft leide weiter unter der Covid-19-Pandemie. Den Ausblick für das laufende Jahr hat Gerresheimer lediglich bestätigt.

ABB (+0,8%) startet am Freitag sein Aktienrückkaufprogramm über 4,3 Milliarden Dollar. Dieses sei zwar bereits angekündigt: "Im Umfeld des Beginns dürfte die Verkaufsbereitschaft in den Aktien aber extrem niedrig sein", so ein Marktteilnehmer. Das spreche klar für eine Outperformance.

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Aktienindex              zuletzt      +/- %       absolut      +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50           3.966,39       0,24          9,62          11,65 
Stoxx-50                3.363,59       0,46         15,36           8,21 
DAX                    15.167,35      -0,06         -9,01          10,56 
MDAX                   32.581,17       0,30         96,19           5,80 
TecDAX                  3.468,21       0,67         23,14           7,95 
SDAX                   15.735,84       0,22         34,58           6,58 
FTSE                    6.908,46       0,34         23,14           6,58 
CAC                     6.158,51       0,45         27,85          10,94 
 
Rentenmarkt              zuletzt                  absolut        +/- YTD 
Dt. Zehnjahresrendite      -0,33                    -0,01          -0,57 
US-Zehnjahresrendite        1,65                    -0,02          -1,03 
 
DEVISEN                  zuletzt      +/- %  Do, 8:44 Uhr  Mi, 17:13 Uhr   % YTD 
EUR/USD                   1,1864     -0,05%        1,1872         1,1902   -2,9% 
EUR/JPY                   129,94     -0,33%        130,27         130,47   +3,1% 
EUR/CHF                   1,1018     -0,14%        1,1026         1,1034   +1,9% 
EUR/GBP                   0,8633     -0,07%        0,8629         0,8632   -3,3% 
USD/JPY                   109,53     -0,28%        109,71         109,64   +6,0% 
GBP/USD                   1,3743     +0,03%        1,3760         1,3788   +0,6% 
USD/CNH (Offshore)        6,5569     +0,13%        6,5554         6,5419   +0,8% 
Bitcoin 
BTC/USD                56.671,75     +0,88%     57.081,62      56.790,50  +95,1% 
 
ROHÖL                    zuletzt  VT-Settl.         +/- %        +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex                  59,32      59,77         -0,8%          -0,45  +21,8% 
Brent/ICE                  62,81      63,16         -0,6%          -0,35  +21,8% 
 
METALLE                  zuletzt     Vortag         +/- %        +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)             1.746,96   1.737,60         +0,5%          +9,36   -8,0% 
Silber (Spot)              25,32      25,14         +0,7%          +0,18   -4,1% 
Platin (Spot)           1.231,60   1.230,05         +0,1%          +1,55  +15,1% 
Kupfer-Future               4,08       4,05         +0,5%          +0,02  +15,7% 
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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April 08, 2021 06:47 ET (10:47 GMT)

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Quelle:Dow Jones  08.04.2021 12:47


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