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DJ XETRA-SCHLUSS/Schwächer ins Wochenende trotz guter US-Daten



FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt hat am Freitag niedriger geschlossen. Die Anleger suchten die sicheren Häfen Gold und deutsche Bundesanleihen auf. Die Stimmung hat sich mit der neuen geopolitischen Krise in Nahost eingetrübt. Investoren befürchten eine weitere Eskalation. Dazu kamen schwache Konjunkturdaten aus China. Dort ist das Wachstum der Industrieproduktion mit 5 Prozent im Mai niedriger ausgefallen als prognostiziert. Ordentliche Einzelhandelsdaten aus den USA, eine bessere US-Industrieproduktion sowie eine bessere US-Verbraucherstimmung reichten nicht aus, um die Stimmung zu verbessern.

Die guten US-Daten dürften die US-Notenbank in der kommenden Woche nicht davon abhalten, Zinssenkungen im weiteren Jahresverlauf in Aussicht zu stellen, hieß es im Handel. Druck auf die Fed kommt von der seit geraumer Zeit inversen US-Zinskurve, auch der US-Arbeitsmarkt scheint die besten Zeiten hinter sich zu haben. Der DAX verlor 0,6 Prozent auf 12.096 Punkte, nachdem er im Tagestief schon bis auf 12.050 Punkte gefallen war.

 
Broadcom drückt auf Infineon - Störfeuer aus China für Stahltitel 
 

Nach einem schwachen Zwischenbericht von Broadcom standen Technologie-Werte unter Druck. Infineon verloren 5,3 Prozent. Der zyklische Autosektor wurde ebenfalls gemieden: So verloren Daimler 1,6 Prozent, BMW 0,5 Prozent, Continental 1,0 Prozent und VW 1,1 Prozent. Eine Gewinnwarnung des Reifenherstellers Nokian war ebenfalls nicht hilfreich. Nach Einschätzung aus dem Handel dürften weitere folgen.

Für den Stahlsektor gab es Störfeuer aus China. Das chinesische Handelsministerium hat seine Anti-Dumpingzölle auf Stahlrohre aus den USA und der EU verlängert und kräftig erhöht auf 57,9 bis 147,8 Prozent. China hatte die Zölle 2014 in Höhe von 13 bis 14 Prozent auf diese Produkte erhoben, am 10. Mai waren sie abgelaufen. Salzgitter verloren 2,3 Prozent und Thyssenkrupp 2,5 Prozent.

Fresenius Medical Care (FMC) zogen dagegen nach Ankündigung eines Aktienrückkaufprogramms 0,7 Prozent an. Bechtle brachen nach zurückhaltenden Aussagen von CEO Thomas Olemotz im Interview mit Bloomberg um 12,6 Prozent ein. Das organische Wachstumstempo des ersten Quartals werde das Unternehmen konjunkturbedingt im weiteren Jahresverlauf voraussichtlich nicht halten können. Im Handel war von einer Übertreibung die Rede. Fraport verloren nach wenig überzeugenden Verkehrszahlen 0,5 Prozent.

 
Bei Ado geht das Top-Management 
 

Ado Properties gaben um 2,7 Prozent nach. "Der Abgang des Top-Managements schürt Unsicherheit", sagte ein Händler. Bei der Immobiliengesellschaft scheidet praktisch die komplette Führungsspitze aus, wie sie am Vorabend mitteilte. Daneben bleibt die Stimmung im Sektor wegen der Enteignungsdebatte angeschlagen.

In der dritten Reihe schossen Allgeier um 6,1 Prozent in die Höhe. "Die Kapitalerhöhung ist sehr gut gelaufen, die neuen Aktien waren stark gefragt", kommentierte ein Marktteilnehmer eine am Vorabend im Schnellverfahren durchgeführte Kapitalerhöhung des IT- und Personaldienstleisters. Allgeier fließen dadurch knapp 24 Millionen Euro zu.

Umgesetzt wurden im Xetra-Handel bei den DAX-Werten rund 70,0 (Vortag: 69,2) Millionen Aktien im Wert von rund 2,61 (Vortag: 2,80) Milliarden Euro. Es gab sieben Kursgewinner und 23 -verlierer.

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INDEX          zuletzt   +/- %  +/- % YTD 
DAX          12.096,40  -0,60%    +14,56% 
DAX-Future   12.099,00  -0,53%    +14,25% 
XDAX         12.099,65  -0,66%    +14,35% 
MDAX         25.258,70  -0,82%    +17,00% 
TecDAX        2.794,12  -1,85%    +14,04% 
SDAX         10.972,46  -1,23%    +15,39% 
zuletzt      +/- Ticks 
Bund-Future     171,73      13 
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Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/ros

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June 14, 2019 11:52 ET (15:52 GMT)

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Quelle:Dow Jones  14.06.2019 17:52


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