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DJ MÄRKTE EUROPA/Börsen gut behauptet - Zahlenflut aus Frankreich



FRANKFURT (Dow Jones)--Mit knappen Aufschlägen präsentieren sich Europas Börsen am Freitagmittag. Die Grundstimmung ist freundlich, auch bei vorhandener Neigung zu Gewinnmitnahmen. Denn am Montag sind die US-Börsen wegen eines Feiertags geschlossen. Vor dem langen Wochenende gehen viele Akteure gerne auf Nummer sicher und stellen Positionen glatt. Die jüngste Rekordjagd könnte dies noch verstärken. Der DAX gewinnt 0,2 Prozent auf 13.778, für den Euro-Stoxx-50 geht es um knapp einen Zähler auf 3.847 nach oben.

Die Berichtssaison der Unternehmen gibt die Richtung bei den Einzelwerten vor, die Entwicklung des Coronavirus die breitere Tagestendenz. Für eine gestiegene Risikobereitschaft sorgt, dass die Zahl der Neuinfektionen gegenüber dem Vortag wieder deutlich gesunken ist. Dies sei eine positive Entwicklung, auch wenn sich die Zahlen schnell verändern könnten, sagt Stephan Innes, Marktstratege bei AxiCorp.

Etwas bremsend wirkt, dass das deutsche BIP im vierten Quartal nur stagniert hat. Deutschland habe wieder einmal "mit der Rezession geflirtet", kommentiert Andrew Kenningham, Chefökonom bei Capital Economics. Der Euro zeigt entsprechend keine Erholung von dem jüngst erreichten tiefsten Stand seit Frühjahr 2017. Er kostet 1,0841 Dollar. Für die Aktienmärkte dürfte der schwache Euro tendenziell stützend wirken.

   Wirecard macht keine Aussagen zur Bilanzprüfung 

Gut kommen die Geschäftszahlen des Finanzdienstleisters Wirecard an. Sie zeigen wie erwartet ein rasantes Wachstum sowohl bei Umsatz als auch Gewinn. Die Konsenserwartungen wurden teils einen Tick überboten. Die Aktien liegen aber trotzdem leicht im Minus, weil sich einige Marktteilnehmer auch Aussagen des Wirtschaftsprüfers KPMG erhofft hatten. Dessen Bericht soll bis spätestens Ende März vorgelegt werden. Bryan Garnier spricht zudem von einer enttäuschenden Marge.

Viele Quartalsdaten kommen zum Wochenausklang aus Frankreich. Die Aktie der Senderkette TF1 schnellt um 7,4 Prozent nach oben. Gewinn und Umsatz sind deutlicher als erwartet gestiegen. In der Medienbranche könnten Konjunkturängste zu sehr hochgespielt worden sein, kommentiert ein Händler. Im Sog von TF1 steigen Prosiebensat1, RTL, Publicis, ITV und Mediaset ebenfalls deutlich. TF1 erwartet zudem 2020 eine steigende Rendite.

Der Kurs des Versorgers Electricite de France SA (EDF) macht einen Satz um 9,5 Prozent nach oben. Der operative Gewinn ist mit 16,71 Milliarden Euro 2019 rund 2 Prozent oberhalb der Markterwartung ausgefallen. Im DAX verteuern sich im EDF-Sog RWE um 2,1 Prozent.

Gute Zahlen hat auch die Bank Credit Agricole vorgelegt. Die Einnahmen stiegen schneller als die Ausgaben und trieben das Nettoergebnis auf 1,66 Milliarden Euro. Der Konsens lag nur bei 1,46 Milliarden Euro. Der Kurs gibt dennoch leicht nach, weil zu dem guten Ergebnis auch Sondereffekte beigetragen haben.

   Vivendi will UMG erst 2023 an die Börse bringen 

Auch die Zahlen von Vivendi werden positiv eingeschätzt. Allerdings liegt das Augenmerk hier auf der Ankündigung eines Börsengangs der Musiktochter UMG. Der Zeithorizont wird im Handel eher kritisiert, weil es erst 2023 soweit sein soll. Die Aktien steigen um 0,4 Prozent.

LPKF erhalten nur leichten Rückenwind davon, dass die Aktie nicht ganz unerwartet in den SDAX kommt. Bereits am 18. Februar soll sie den Platz von TLG Immobilien einnehmen. Bei letzterer reicht der Streubesitz nicht mehr aus. TLG wird gerade von Aroundtown übernommen. LPKF liegen 0,4 Prozent im Plus.

Fielmann brechen um 6,7 Prozent ein, nachdem die Berenberg-Analysten die Aktie nun zum Verkauf stellen. Der zunehmende Wettbewerb und der gute Lauf der Aktie werden als Gründe genannt.

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Aktienindex              zuletzt      +/- %     absolut  +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50           3.847,68       0,02        0,94       2,74 
Stoxx-50                3.521,44       0,11        3,87       3,48 
DAX                    13.778,01       0,24       32,58       3,99 
MDAX                   29.296,21       0,42      123,54       3,47 
TecDAX                  3.269,27      -0,32      -10,46       8,44 
SDAX                   13.048,86       0,24       30,63       4,29 
FTSE                    7.461,20       0,12        9,17      -1,20 
CAC                     6.084,28      -0,15       -8,85       1,78 
 
Rentenmarkt              zuletzt                absolut    +/- YTD 
Dt. Zehnjahresrendite      -0,40                  -0,02      -0,64 
US-Zehnjahresrendite        1,59                  -0,02      -1,09 
 
DEVISEN                  zuletzt      +/- %    Fr, 8:21  Do, 17:41   % YTD 
EUR/USD                   1,0837     -0,03%      1,0839     1,0852   -3,4% 
EUR/JPY                   119,01     -0,04%      119,04     119,20   -2,4% 
EUR/CHF                   1,0639     +0,22%      1,0624     1,0620   -2,0% 
EUR/GBP                   0,8316     +0,04%      0,8305     0,8310   -1,7% 
USD/JPY                   109,80     -0,01%      109,81     109,85   +1,0% 
GBP/USD                   1,3032     -0,08%      1,3053     1,3059   -1,7% 
USD/CNH (Offshore)        6,9915     +0,05%      6,9866     6,9814   +0,4% 
Bitcoin 
BTC/USD                10.261,76     +0,47%   10.142,51  10.208,01  +42,3% 
 
ROHÖL                    zuletzt  VT-Settl.       +/- %    +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex                  52,13      51,42       +1,4%       0,71  -14,2% 
Brent/ICE                  57,10      56,34       +1,3%       0,76  -12,6% 
 
METALLE                  zuletzt     Vortag       +/- %    +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)             1.576,41   1.576,10       +0,0%      +0,31   +3,9% 
Silber (Spot)              17,71      17,65       +0,3%      +0,06   -0,8% 
Platin (Spot)             974,25     968,00       +0,6%      +6,25   +1,0% 
Kupfer-Future               2,60       2,61       -0,5%      -0,01   -7,1% 
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Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

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February 14, 2020 07:02 ET (12:02 GMT)

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Quelle:Dow Jones  14.02.2020 13:02


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