Nachrichten

DJ MÄRKTE EUROPA/Börsen erholen sich



FRANKFURT (Dow Jones)--Europas Börsen erholen sich bis Freitagmittag deutlich von den Tagestiefs. Im Handel ist von vereinzelten Käufen am niedrigen Niveau die Rede. Am fundamentalen Umfeld hat sich indes nichts geändert: Die Führung in Peking will mit einem sogenannten Sicherheitsgesetz gegen die Demokratie in der ehemaligen Kronkolonie vorgehen. Befürchtet werden nun einerseits neue Unruhen in Hongkong und andererseits eine weitere Verschlechterung der Beziehungen zwischen China und dem Westen, besonders den USA.

Der DAX verliert 0,5 Prozent auf 11.010 Punkte, während der Euro-Stoxx-50 0,4 Prozent auf 2.893 Punkte nachgibt. "Je näher die Präsidentschaftswahl in den USA rückt, desto mehr dürfte Trump Kritik am Reich der Mitte üben", so AxiTrader. Investoren befürchteten dabei, dass es nicht bei einem Krieg der Worte bleiben, sondern es auch zur erneuten Eskalation des Handelskonflikts mit gegenseitigen Strafzöllen und anderen Sanktionen kommen wird.

   Aktien mit starkem China-Exposure werden gemieden 

Im Bankensektor geht es für HSBC um 4,6 Prozent nach unten. Die Bank ist stark in Hongkong engagiert, auch politisch. Standard Chartered, ebenfalls mit starker Präsenz in Asien, verlieren 1,7 Prozent.

Ähnlich bei den Versicherern: Hier verliert die Aktie von Prudential 7 Prozent. Die Briten haben ein starkes Geschäft in Asien. Nachdem dieses zuletzt unter den Beschränkungen der Corona-Pandemie litt, auch weil keine Kundenkontakte mehr möglich waren, belastet nun die Zuspitzung der Situation in Hongkong.

Stark unter Druck geraten auch Rohstoffaktien mit Abschlägen von 1,5 Prozent. Sie leiden unter fallenden Rohstoffpreisen. An der Londoner Börse geben Rio Tinto um 1,3 Prozent nach, BHP verlieren 1,4 Prozent.

Bei den Aktien der Luxusgüterhersteller geben Kering um 1,6 Prozent nach. LVMH verlieren 1,4 Prozent und Richemont 3,6 Prozent. Die Branche gilt als besonders stark abhängig von Käufen ihrer Produkte durch asiatische Konsumenten. Eine Sonderbewegung gibt es bei Burberry, die nach dem Quartalsausweis um 4,2 Prozent zulegen.

   Sixt nach Kaufempfehlung gesucht 

Im DAX drehen Deutsche Bank nach volatilem Verlauf ins Plus und liegen 0,9 Prozent vorne. Im SDAX ziehen die Aktien des Autovermieters Sixt um 3,8 Prozent an auf 67 Euro. Laut Händlern berichtet die New York Post über finanzielle Schwierigkeiten des Konkurrenten Hertz. "Davon könnte Sixt profitieren", so ein Händler. Und Metzler hat Sixt zum Kauf empfohlen mit einem Kursziel von 80 nach bisher 53 Euro.

Für AJ Bell geht es um 13,7 Prozent auf 385 Pence nach unten, nachdem sich Invesco Asset Management von der Beteiligung an der Investmentplattform getrennt hat. Numis hat die Platzierung von 31 Millionen Aktien zu 400 Pence je Aktie durchgeführt.

=== 
Aktienindex              zuletzt      +/- %     absolut  +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50           2.897,55      -0,26       -7,43     -22,63 
Stoxx-50                2.822,25      -0,89      -25,24     -17,07 
DAX                    11.028,57      -0,34      -37,36     -16,76 
MDAX                   24.457,95       0,21       51,04     -13,62 
TecDAX                  3.057,60      -0,37      -11,29       1,41 
SDAX                   10.901,34       0,00       -0,44     -12,87 
FTSE                    5.960,42      -0,91      -54,83     -20,25 
CAC                     4.437,66      -0,18       -7,78     -25,77 
 
Rentenmarkt              zuletzt                absolut    +/- YTD 
Dt. Zehnjahresrendite      -0,50                   0,00      -0,74 
US-Zehnjahresrendite        0,65                  -0,03      -2,03 
 
DEVISEN                  zuletzt      +/- %     Fr,9:02  Do, 17:20   % YTD 
EUR/USD                   1,0896     -0,47%      1,0926     1,0947   -2,9% 
EUR/JPY                   117,12     -0,63%      117,31     117,92   -3,9% 
EUR/CHF                   1,0598     -0,27%      1,0600     1,0618   -2,4% 
EUR/GBP                   0,8955     +0,00%      0,8952     0,8960   +5,8% 
USD/JPY                   107,49     -0,16%      107,38     107,71   -1,2% 
GBP/USD                   1,2166     -0,48%      1,2202     1,2218   -8,2% 
USD/CNH (Offshore)        7,1544     +0,26%      7,1448     7,1284   +2,7% 
Bitcoin 
BTC/USD                 9.167,01     +0,79%    9.097,26   9.114,26  +27,1% 
 
ROHOEL                   zuletzt  VT-Settl.       +/- %    +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex                  31,88      33,92       -6,0%      -2,04  -45,9% 
Brent/ICE                  34,35      36,06       -4,7%      -1,71  -45,9% 
 
METALLE                  zuletzt     Vortag       +/- %    +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)             1.735,67   1.725,70       +0,6%      +9,97  +14,4% 
Silber (Spot)              17,06      17,00       +0,3%      +0,06   -4,5% 
Platin (Spot)             832,10     827,75       +0,5%      +4,35  -13,8% 
Kupfer-Future               2,38       2,43       -2,1%      -0,05  -15,4% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/err

(END) Dow Jones Newswires

May 22, 2020 06:50 ET (10:50 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.



Quelle:Dow Jones  22.05.2020 12:50


Weitere Finanznachrichten auf der Website der Consorsbank.
Aktueller Marktüberblick bei der Consorsbank.

Bitte beachten Sie folgenden wichtigen Hinweis