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DJ MÄRKTE EUROPA/DAX bleibt auf Rekordjagd - Britische Bankaktien schwach



FRANKFURT (Dow Jones)--Nach der Rally zu Wochenbeginn mit einem Allzeithoch beim DAX geht es am Dienstag im frühen Handel weiter nach oben. Die Börsenampeln stehen nach der Abwendung eines harten Brexit zum Jahreswechsel sowie der Unterzeichnung des US-Konjunkturpakets durch US-Präsident Trump auf grün.

Der DAX gewinnt 0,5 Prozent auf 13.863, nachdem er zuvor schon 13.903 Punkte erreichte und damit ein neues Rekordhoch markierte - rund 90 Punkte über dem von Montag. Für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,6 Prozent auf 3.595 nach oben. Der Euro legt etwas zu, die Anleihekurse geben leicht nach.

Zudem hat das US-Repräsentantenhaus eine Gesetzesvorlage verabschiedet, die die Unterstützungszahlung für viele Amerikaner von 600 auf 2.000 Dollar erhöhen soll. Das Volumen des Pakets von 900 Milliarden Dollar würde dadurch um 460 Milliarden Dollar steigen. Allerdings muss der von den Republikanern kontrollierte Senat der Erhöhung noch zustimmen.

Zugleich setzen die Marktteilnehmer darauf, dass die Risiken aus der Corona-Pandemie im Zuge der gestarteten Impfkampagnen tendenziell zurückgehen. Mit Blick auf den Jahreswechsel könnten außerdem institutionelle Anleger auch die letzten Handelstage des Jahres dazu nutzen, ihre Portfolios zu pflegen - im Fachjargon als Window Dressing bekannt. Hinzu kommen aus Asien teils sehr gute Vorgaben. In Tokio machte der Index einen Satz um 2,7 Prozent auf ein 30-Jahres-Hoch.

   Britische Bankaktien für fehlende Äquivalenzregeln abgestraft 

Nach der Feiertagspause am Montag in London geht es dort mit dem Index mit 1,9 Prozent kräftiger nach oben. Britische Bankaktien partizipieren aber nicht an der nachgeholten Rally. Für Finanzdienstleister bestehen auch nach der Einigung zwischen Brüssel und London einige Unsicherheiten. So soll erst im Januar festgelegt werden, welchen EU-Marktzugang britische Banken zukünftig haben werden, so dass der britische Bankensektor ohne volle Äquivalenzregeln ins neue Jahr starten wird.

Barclays verlieren 3,2, HSBC 1,3 und Lloyds 3,8 Prozent. Der Stoxx-Bankenindex verliert 0,7 Prozent und ist der einzige Branchenindex im Minus.

Reiseaktien liegen gut im Markt, der Subindex gewinnt 2,4 Prozent. Im Handel heißt es, dass der Sektor weiter vom Beginn der Impfkampagne profitiere. Allerdings sei zu bedenken, dass die Sektoraktien anders als der Gesamtmarkt auch noch weit von den Jahreshochs entfernt seien, was die Aufschläge relativiere. Hinzu kommt bei den britischen Branchenwerten, dass diese am Montag nicht gehandelt werden konnten.

Derweil nehmen im Hintergrund die Diskussionen über Sonderrechte für Menschen zu, die bereits geimpft sind. Die australische Fluglinie Qantas hatte bereits Ende November mit Plänen aufhorchen lassen, eine Impfpflicht für Passagiere einzuführen.

Lufthansa gewinnen 6,6, Air France 3,1, Tui 8,2, On the Beach 5,1 und IAG 3,6 Prozent. Fraport liegen 1,3 Prozent im Plus, Holidaycheck 1,8 Prozent.

   Pläne für Börengang von SAP-Tochter werden konkreter 

Unternehmensseitig ist die Nachrichtenlage dünn. Auch wenn der nun angekündigte Börsengang der SAP-Tochter Qualtrics keine Überraschung ist, so stößt er doch im Handel grundsätzlich auf ein positives Echo. Mit den Einnahmen aus dem Börsengang wird sich SAP nach einer früheren Einschätzung von Bryan Garnier noch besser auf Wachstumsinitiativen und zielgerichtete Akquisitionen konzentrieren können. SAP sieht den Ausgabepreis zwischen 20 und 24 Dollar je Aktie. Bei 24 Dollar würde Qualtrics mit über 10 Milliarden Dollar bewertet. SAP hatte Qualtrics im Januar 2019 für 8 Milliarden Dollar erworben. SAP gewinnen 2,4 Prozent.

Astrazeneca liegen 4,6 Prozent fester im Markt. Der zusammen mit der Universität Oxford hergestellte Impfstoff des Pharmakonzerns könnte bereits am Dienstag zugelassen werden, heißt es.

 
Aktienindex              zuletzt      +/- %     absolut  +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50           3.600,01       0,69       24,60      -3,88 
Stoxx-50                3.139,36       1,35       41,80      -7,75 
DAX                    13.869,26       0,57       78,97       4,68 
MDAX                   30.944,69       0,94      289,00       9,30 
TecDAX                  3.230,76       0,57       18,44       7,16 
SDAX                   14.777,65       0,83      121,23      18,10 
FTSE                    6.656,36       2,37      154,25     -13,79 
CAC                     5.620,48       0,57       32,10      -5,98 
 
Rentenmarkt              zuletzt                absolut    +/- YTD 
Dt. Zehnjahresrendite      -0,57                  -0,01      -0,81 
US-Zehnjahresrendite        0,94                   0,02      -1,74 
 
DEVISEN                  zuletzt      +/- %    Di, 8:35  Mo, 17:35    % YTD 
EUR/USD                   1,2238     +0,24%      1,2249     1,2216    +9,1% 
EUR/JPY                   126,87     +0,15%      126,99     126,89    +4,1% 
EUR/CHF                   1,0851     -0,08%      1,0860     1,0869    -0,1% 
EUR/GBP                   0,9061     -0,17%      0,9072     0,9083    +7,1% 
USD/JPY                   103,67     -0,10%      103,69     103,87    -4,7% 
GBP/USD                   1,3505     +0,40%      1,3499     1,3451    +1,9% 
USD/CNH (Offshore)        6,5177     -0,23%      6,5195     6,5349    -6,4% 
Bitcoin 
BTC/USD                26.534,00     -1,10%   26.197,75  27.044,74  +268,0% 
 
ROHOEL                   zuletzt  VT-Settl.       +/- %    +/- USD    % YTD 
WTI/Nymex                  48,18      47,62       +1,2%       0,56   -13,4% 
Brent/ICE                  51,38      50,86       +1,0%       0,52   -15,1% 
 
METALLE                  zuletzt     Vortag       +/- %    +/- USD    % YTD 
Gold (Spot)             1.878,24   1.873,40       +0,3%      +4,84   +23,8% 
Silber (Spot)              26,15      26,28       -0,5%      -0,13   +46,5% 
Platin (Spot)           1.040,40   1.036,25       +0,4%      +4,15    +7,8% 
Kupfer-Future               3,56       3,57       -0,2%      -0,01   +25,8% 
 

Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

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December 29, 2020 04:20 ET (09:20 GMT)

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Quelle:Dow Jones  29.12.2020 10:20


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