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DJ BMW und Tesla an zweitem EU-Batterieprojekt beteiligt



BERLIN (Dow Jones)--Der Autobauer BMW und sein US-Elektrokonkurrent Tesla sind Teil des zweiten, staatlich geförderten EU-Batterieprojektes. Die Europäische Kommission hat am Dienstag das von Deutschland koordinierte Vorhaben mit dem Titel "European Battery Innovation - EuBatIn" genehmigt, teilte das Wirtschaftsministerium mit. Unter den 42 Unternehmen aus zwölf Mitgliedstaaten seien noch 9 weitere Firmen mit Standorten in Deutschland beteiligt.

Die ansässigen Unternehmen können nun mit bis zu drei Milliarden Euro Fördermittel des Bundes rechnen. Deutsche Firmen spielten in beiden Projekten tragende Rollen und würden Investitionen von über 13 Milliarden Euro im Land anstoßen, erklärte das Wirtschaftsministerium. Dadurch könnten mehrere tausend qualifizierte Arbeitsplätze entstehen. Die Genehmigung des bereits zweiten sogenannten Important Project of Common European Interest (IPCEI) sei "ein sehr großer Erfolg und schafft die kritische Masse für das Batterie-Ökosystem in Deutschland und Europa", erklärte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU).

BMW, das bereits im ersten IPCEI beteiligt war, soll nun die übernächste Generation von Lithium-Ionen-Zellen entwickeln. Außerdem plant der DAX-Konzern den Aufbau einer Prototypen-Produktionsanlage für innovative Batteriemodule und -systeme mit verbesserter Recyclingfähigkeit. Ein weiterer Schwerpunkt sind sogenannte All-Solid-State-Battery (ASSB)-Technologien.

Das zentrale Ziel von Tesla sei es, fortschrittliche Herstellungs- und Recycling-Methoden von Lithium-Ionen-Batteriezellen zu entwickeln. Damit soll der ökologische Fußabdruck von Zellen sowie deren Stückkosten erheblich reduziert werden. Tesla will so die weltweite Transformation zu nachhaltiger Energienutzung beschleunigen.

An der Batterie-Allianz sind außerdem die Unternehmen ACI Systems, Alumina Systems, die Cellforce Group, Elringklinger, Liofit, Manz, Northvolt, SGL Carbon und Skeleton Technologies beteiligt. Die Projekte umfassen die gesamte Wertschöpfungskette von Batterien.

Zu den weiteren beteiligten Ländern gehören Spanien, Frankreich, Belgien, Österreich, Italien, Polen, Schweden, Finnland, die Slowakei, Kroatien und Griechenland. Ziel der beiden EU-Großprojekte ist es, die asiatische Konkurrenz bei der Entwicklung von Batterien einzuholen und einen Markt für die Elektromobilität in Europa zu schaffen.

Kontakt zur Autorin: petra.sorge@wsj.com

DJG/pso/smh

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January 26, 2021 09:26 ET (14:26 GMT)

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Quelle:Dow Jones  26.01.2021 15:26


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