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Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

THYSSENKRUPP - Thyssenkrupp stößt beim geplanten Verkauf seiner Stahlsparte auf Widerstand: Der letzte verbliebene Interessent Liberty Steel biete einen negativen Kaufpreis für die Übernahme des Geschäftsbereichs an, erfuhr das Handelsblatt aus Finanzkreisen. Grund dafür sei, dass der britische Konzern die Kosten für den Ankauf von CO2-Zertifikaten höher ansetze als Thyssenkrupp. Es geht um mindestens 1,2 Milliarden Euro. Bereits bei den Gesprächen zwischen den Stahlkonzernen SSAB und Tata hatte sich der Klimaschutz als Dealbreaker erwiesen. (Handelsblatt)

COMDIRECT - Die Commerzbank rückt offenbar von ihren Plänen ab, das Angebot ihrer einstigen Online-Tochter Comdirect einzustampfen. Wie in Konzernkreisen zu erfahren war, sehen die unter dem seit Jahresbeginn amtierenden Vorstandschef Manfred Knof ausgearbeiteten Restrukturierungspläne vor, das Leistungsangebot samt eigener Preisstruktur aufrechtzuerhalten. Damit verbunden sei der Erhalt von rund 700 der bislang 1. 000 Arbeitsplätze am Standort Quickborn. Beschlossen sind die Restrukturierungspläne bislang zwar noch nicht. Auf einer außerordentlichen Strategiesitzung sei es Knof am Mittwoch jedoch gelungen, die Mehrheit des Aufsichtsrats für sein Vorhaben zu gewinnen, berichteten Teilnehmer. (Börsen-Zeitung)

AUTOBAHNGESELLSCHAFT - Wegen massiver Probleme bei der IT und Personalmangels ist die neue Autobahn GmbH des Bundes nicht in der Lage, Rechnungen von Baufirmen zu begleichen und in angemessener Frist Anträge für Schwertransporte zu bearbeiten. Darüber klagen Bau- sowie Transportunternehmen. Wie das Handelsblatt erfuhr, sind bei der Gesellschaft Rechnungen in Höhe von 300 Millionen Euro aufgelaufen und ebenso mehrere Tausend Anträge, um Schwertransporte auf den Autobahnen durchzuführen. Seit Januar ist der Bund anstelle der Bundesländer für die Autobahnen verantwortlich. (Handelsblatt)

BAYER - Mehr als ein halbes Jahr nachdem Bayer den Vergleich in der Causa Glyphosat verkündet hat, wurde jetzt mit den Klägeranwälten eine neue Einigung über den Umgang mit künftigen Klagen im Zusammenhang mit dem Unkrautvernichter Roundup erzielt. Das Class Settlement Agreement werde noch am Mittwoch bei Richter Vince Chhabria zur vorläufigen Genehmigung eingereicht, teilte Bayer nach Börsenschluss mit. Bei dem Richter aus San Francisco sind mehrere Gerichtsverfahren zum Thema Glyphosat gebündelt. Die vorherige Verabredung zwischen Bayer und den Klägeranwälten hatte Chhabria im Sommer zurückge-wiesen. (Börsen-Zeitung)

GLOBALFOUNDRIES - Jahrelang hatte Globalfoundries in Dresden mit Überkapazitäten zu kämpfen. Das ist jetzt Geschichte: "Seit letztem Quartal sind wir voll ausgelastet", sagte Manfred Horstmann, Standortchef des Chipherstellers, dem Handelsblatt. "Die Nachfrage ist enorm." Der Manager geht davon aus, dass sich der Aufschwung in den nächsten Jahren fortsetzt. Daher will Globalfoundries kräftig investieren an der Elbe. (Handelsblatt)

DEUTSCHE BANK - Das Rezept zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise eignet sich nach Einschätzung von Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing auch für den Umbau der heimischen Wirtschaft in Richtung Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Die "sehr erfolgreiche Kooperation zwischen Regierung, Förderbanken und Banken" sollte deshalb nach Sewings Meinung genutzt werden, um den Strukturwandel zu finanzieren. Denn der Innovationsdruck habe sich durch die Pandemie noch einmal deutlich verstärkt. In einem Whitepaper forderte die Deutsche Bank vor Kurzem eine neue Industriepolitik für Schlüsselindustrien. (Handelsblatt)

FAW - In China schießen Gerüchte hoch, dass der staatliche Autobauer FAW eine milliardenschwere Übernahme des ebenfalls staatskontrollierten Pkw-Herstellers China Brilliance plant. Chinas zweitgrößter Autokonzern FAW ist seit Jahrzehnten Joint-Venture-Partner der Volkswagen-Gruppe und produziert VW- und Audi-Markenfahrzeuge für den chinesischen Markt. (Börsen-Zeitung)

OHB - Das Bremer Raumfahrtunternehmen OHB klagt gegen die Galileo-Vergabe der EU, heißt es nach FAZ-Informationen. Es habe eine Klage am Gericht der Europäischen Union (EUG) eingereicht, woraufhin das Gericht die Vertragsunterzeichnung mit Airbus und Thales vorerst ausgesetzt hat. (FAZ)

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February 04, 2021 00:36 ET (05:36 GMT)

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Quelle:Dow Jones  04.02.2021 06:36


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