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DJ MÄRKTE EUROPA/DAX kämpft mit 14.000er-Marke - Unternehmenszahlen im Blick



FRANKFURT (Dow Jones)--Europas Börsen bleiben am Donnerstagmittag unter Druck. Steigende Marktzinsen in den USA drücken auf die Stimmung. Die Rendite der 10-jährigen Treasuries steht bei 1,46 Prozent und damit unweit der Jahreshochs. Die Absage der EZB an kurzfristige Eingriffe an den Anleihemärkten ist nicht dazu angetan, die Stimmung zu heben. Mit Spannung wird nun die Rede von Fed-Präsident Jerome Powell am Abend erwartet. Bei den Einzelwerten stehen Geschäftszahlen im Blick.

Der DAX gibt 0,5 Prozent auf 14.011 Punkte nach, für den Euro-Stoxx-50 geht es 0,5 Prozent auf 3.695 nach unten. Wenig Neues gab es aus Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Länderchefs haben - wie an der Börse erwartet - eine Fortsetzung des Lockdowns bis zum 28. März und stufenweise Öffnungsschritte vereinbart. Dies wird als ein Fahren auf Sicht gesehen, je nach Inzidenzwolke soll die heimische Wirtschaft in überschaubaren Schritten hochgefahren werden.

   Technologiewerte werden gemieden 

Technologiewerte (minus 3,1 Prozent) sind neben Rohstoffwerten der Hauptverlierer in Europa. Hier drücken die steigenden Renditen. Besonders unter Druck stehen Chip-Aktien, und das trotz der Chip-Knappheit in vielen Sektoren wie etwa der Automobilbranche. Unter anderem fallen ASML 4,7 Prozent, Aixtron 6,1 Prozent, Infineon 5,8 Prozent und STMicro um 3,8 Prozent.

Für Henkel geht es nach Zahlen 0,5 Prozent nach unten. Diese decken sich laut Bernstein mit den Konsenserwartungen. Allerdings dürften letztere für 2021 sinken angesichts des vorgelegten Unternehmensausblicks.

Merck verlieren 0,2 Prozent. Bei den Ergebnissen des vierten Quartals 2020 hat Life Sciences die hohen Erwartungen laut der Citigroup übertroffen, während der Bereich Electronics, zuvor Performance Materials, zu einer guten Verfassung zurückgefunden habe.

Vivendi geben 3 Prozent nach. Das Schlussquartal der Franzosen überraschte positiv, was nach Aussage von Analysten vor allem auf das gute Abschneiden von UMG zurückzuführen ist. Das Restgeschäft habe solide Zahlen ausgewiesen. Allerdings sehen Beobachter nach der jüngsten Kursentwicklung kurzfristig keinen Trigger mehr nach oben.

Gegen den schwachen Aktienmarkt steigen Unibail-Rodamco-Westfield um 5 Prozent. Hier treibt die Nachricht, dass Großaktionär Xavier Niel seinen Anteil auf 11,4 Prozent aufgestockt hat. Davor waren es unter 7 Prozent. Zudem wolle er weiter zukaufen, strebe allerdings keine Mehrheit an. Dies dürfte noch länger für Kaufinteresse an der Aktie sorgen, heißt es im Handel.

Vonovia (minus 0,1 Prozent) hat im abgelaufenen Jahr beim operativen Gewinn FFO dank Synergiegewinnen aus Zukäufen, höheren Mieterlösen und des Ausbaus des margenstarken Servicegeschäfts den oberen Rand der Prognosespanne übertroffen. Die geplante Dividende von 1,69 Euro je Aktie für 2020 bestätigte der Bochumer DAX-Konzern ebenso wie die Ziele für 2021.

   Lufthansa mit "annus horribilis" 

Aus der zweiten Reihe überrascht Gea positiv mit den 2020er Zahlen und dem Ausblick, für die Aktie geht es um 0,3 Prozent nach oben. Die Deutsche Lufthansa (-2,6 Prozent) hat im vierten Quartal einen geringeren Verlust geschrieben als erwartet. Dazu trug auch die Cargo-Sparte bei, die getragen von einem starken Anstieg der Durchschnittserlöse ein Rekordergebnis erzielte. Davy spricht dennoch von einem "annus horribilis".

Als zu vorsichtig wird der Ausblick von Prosieben im Handel kritisiert, die Aktie verliert 4,9 Prozent. Das TV-Unternehmen rechnet 2021 mit einem Wachstum im einstelligen Prozentbereich. Vor allem bei der Fernsehwerbung sei man aufgrund der aufgestauten Konsumnachfrage von einem höheren Anstieg ausgegangen.

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Aktienindex                 zuletzt  +/- %  absolut  +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50              3.695,20  -0,47   -17,58       4,01 
Stoxx-50                   3.167,39  -0,63   -19,92       1,90 
DAX                       14.011,13  -0,49   -68,90       2,13 
MDAX                      31.059,60  -1,59  -502,27       0,86 
TecDAX                     3.260,06  -1,79   -59,49       1,47 
SDAX                      15.008,51  -1,92  -293,31       1,65 
FTSE                       6.608,73  -1,00   -66,74       3,33 
CAC                        5.814,82  -0,26   -15,24       4,74 
 
Rentenmarkt                 zuletzt         absolut    +/- YTD 
Dt. Zehnjahresrendite         -0,32           -0,03      -0,56 
US-Zehnjahresrendite           1,46           -0,02      -1,22 
 
DEVISEN               zuletzt      +/- %  Do, 8:33 Uhr  Mi, 17:30 Uhr   % YTD 
EUR/USD                1,2036     -0,23%        1,2054         1,2077   -1,5% 
EUR/JPY                129,19     +0,09%        129,15         129,09   +2,5% 
EUR/CHF                1,1122     +0,24%        1,1085         1,1078   +2,9% 
EUR/GBP                0,8631     -0,19%        0,8632         0,8634   -3,4% 
USD/JPY                107,35     +0,31%        107,15         106,88   +3,9% 
GBP/USD                1,3943     -0,04%        1,3964         1,3986   +2,0% 
USD/CNH (Offshore)     6,4724     -0,06%        6,4732         6,4694   -0,5% 
Bitcoin 
BTC/USD             49.408,00     -2,37%     49.611,25      51.410,75  +70,1% 
 
ROHOEL                zuletzt  VT-Settl.         +/- %        +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex               61,45      61,28         +0,3%           0,17  +26,2% 
Brent/ICE               63,95      64,07         -0,2%          -0,12  +23,7% 
 
METALLE               zuletzt     Vortag         +/- %        +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)          1.715,95   1.709,80         +0,4%          +6,15   -9,6% 
Silber (Spot)           25,98      26,13         -0,6%          -0,15   -1,6% 
Platin (Spot)        1.166,55   1.164,85         +0,1%          +1,70   +9,0% 
Kupfer-Future            3,97       4,15         -4,5%          -0,19  +12,7% 
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Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

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March 04, 2021 07:03 ET (12:03 GMT)

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Quelle:Dow Jones  04.03.2021 13:03


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