Nachrichten

DJ MÄRKTE EUROPA/Fest bei ruhigem Geschäft - KPN lehnt Übernahmeofferten ab



FRANKFURT (Dow Jones)--Europas Börsen haben den Montag nach einem lustlosen Geschäft mit Aufschlägen beendet. Es fehlten die Impulse. Einige Börsen blieben wegen Feiertagen zu Wochenbeginn geschlossen, so auch die wichtige Londoner Börse. Kein Thema am Markt waren die leichten Abwärtsrevisionen der Einkaufsmanager-Indizes aus Deutschland, Frankreich und der Eurozone sowie ein schwächerer ISM-Index aus den USA. Angesichts der Impffortschritte setzen die Anleger auf eine baldige massive Erholung der Wirtschaft.

Der DAX stieg um 0,7 Prozent auf 15.236 Punkte. Der Euro-Stoxx-50 gewann 0,6 Prozent auf 4.000. Lufthansa legten 2,6 Prozent zu. Staatssekretär Thomas Bareiß hält Sommerurlaub für sehr gut möglich. Auch sollen bereits in den kommenden Tagen Lockerungen für Geimpfte beschlossen werden. Die Lufthansa plant, im Sommer wieder über einhundert Reiseziele anzubieten. "Das klingt, als könnte die Auslastung nach oben schießen und damit die Cashburn-Rate drastisch fallen", meinte ein Händler. Fraport stiegen 3,5 Prozent, Air France 1,4 Prozent, IAG 2,9 Prozent und Tui 4,1 Prozent.

   Siemens Healthineers erhöht Ausblick 

Daneben setzte auch weiterhin die Berichtssaison Impulse. Siemens Healthineers hat den Ausblick erhöht, und zwar sowohl auf der Gewinn- als auch auf der Umsatzseite. Grund war zwar vor allem die Übernahme des US-Strahlenspezialisten Varian. Daneben trieben aber auch die Corona-Schnelltests das Geschäft an. Der Kurs legte um 2 Prozent zu, auch wenn die Quartalszahlen die Schätzungen auf der Gewinnseite nicht ganz getroffen haben. Stifel sprach von einem positiven Ausblick.

Dagegen fielen Siemens Gamesa in Madrid um 3,9 Prozent. Der Umsatzausblick hat die Erwartungen verfehlt, wie ein Marktteilnehmer sagte. Angesichts des Trends zu erneuerbaren Energien stieg der Auftragseingang allerdings weiter deutlich an. Im Sog gaben Nordex um 4,4 Prozent nach. Vestas sackten um 4,3 Prozent ab.

Nach vorläufigen Erstquartalszahlen legten Leoni 4,4 Prozent zu, die Aktie schloss damit aber klar unter den Tageshochs. Sowohl die Umsätze wie das EBIT lägen weit über den Erwartungen, kommentierte ein Händler. Klar positiv wertete der Teilnehmer auch den angehobenen Ausblick. Erfreulich sei, dass das Unternehmen nun beim EBIT vor Sondereffekten sowie vor Value-21-Kosten mindestens den Breakeven erreichen möchte. Allerdings störten sich einige Anleger daran, dass die Erwartung an den Free Cashflow nicht angehoben wurde.

   Berichtssaison läuft gut 

Die Berichtssaison ist für Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege für Privat- und Firmenkunden bei der Deutschen Bank, bisher insgesamt gut verlaufen. So lägen bisher drei Viertel der veröffentlichten Unternehmensgewinne europäischer Konzerne über den Analystenprognosen. In den Telefonkonferenzen zu den Finanzergebnissen seien die Worte "besser" und "stärker" bisher viermal so oft gefallen wie die Worte "schlechter" und "schwächer".

KPN verloren 2,6 Prozent. Der niederländische Konzern hat nach eigenen Angaben gleich zwei unerbetene Übernahmeangebote abgelehnt. KPN teilte mit, ein Angebot ohne Angebotspreis von EQT und Stonepeak erhalten zu haben und eines von KKR. Eine Übernahme sei aber nicht im besten Interesse der Aktionäre. Im Vordergrund stehe das Erzeugen langfristiger Werte durch die hauseigene "Accelerate to Grow"-Strategie. Daneben gilt eine Übernahme als politisch schwierig.

=== 
Index                  Schluss-  Entwicklung  Entwicklung   Entwicklung 
.                         stand      absolut         in %          seit 
.                                                          Jahresbeginn 
Euro-Stoxx-50          3.976,28        +9,29        +0,2%        +11,9% 
Stoxx-50               3.363,03       +10,97        +0,3%         +8,2% 
Stoxx-600                436,57        +0,82        +0,2%         +9,4% 
XETRA-DAX             15.209,15       -25,21        -0,2%        +10,9% 
FTSE-100 London        6.939,58       +49,09        +0,7%         +6,7% 
CAC-40 Paris           6.208,58       +24,48        +0,4%        +11,8% 
AEX Amsterdam            712,55        +3,95        +0,6%        +14,1% 
ATHEX-20 Athen         2.184,08        +4,21        +0,2%        +12,9% 
BEL-20 Bruessel        3.935,04       +16,15        +0,4%         +8,7% 
BUX Budapest          42.514,94      -350,69        -0,8%         +1,0% 
OMXH-25 Helsinki       5.003,87        -6,19        -0,1%         +9,1% 
ISE NAT. 30 Istanbul   1.456,16       +33,95        +2,4%        -11,0% 
OMXC-20 Kopenhagen     1.489,63       -10,36        -0,7%         +1,7% 
PSI 20 Lissabon        4.996,66       +33,05        +0,7%         +2,7% 
IBEX-35 Madrid         8.588,40       +63,30        +0,7%         +6,4% 
FTSE-MIB Mailand      24.574,74       -25,61        -0,1%        +10,6% 
RTS Moskau             1.490,00       +31,49        +2,2%         +7,4% 
OBX Oslo                 942,84        +2,33        +0,2%         +9,8% 
PX  Prag               1.095,28        -6,26        -0,6%         +6,6% 
OMXS-30 Stockholm      2.228,16       -19,05        -0,8%        +18,9% 
WIG-20 Warschau        2.011,96       +37,23        +1,9%         +1,4% 
ATX Wien               3.205,92       +12,65        +0,4%        +15,3% 
SMI Zuerich           11.156,21       +33,84        +0,3%         +4,2% 
=== 

Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/raz

(END) Dow Jones Newswires

May 03, 2021 12:15 ET (16:15 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.



Quelle:Dow Jones  03.05.2021 18:15


Weitere Finanznachrichten auf der Website der Consorsbank.
Aktueller Marktüberblick bei der Consorsbank.

Bitte beachten Sie folgenden wichtigen Hinweis