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DJ VDA: 17 E-Autos müssen sich einen öffentlichen Ladepunkt teilen



Von Andrea Thomas

BERLIN (Dow Jones)--In Deutschland ist der Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeug nach wie vor schleppend und hält nicht mit der steigenden Zulassung von E-Autos Schritt. Aktuell müssen sich nach Angaben des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) in Deutschland im Durchschnitt 17 Elektro-Pkws einen öffentlich zugänglichen Ladepunkt teilen. Die Europäische Union empfiehlt einen Wert von maximal 10. Bei den deutschen Städten und Kommunen zeigen sich allerdings deutliche Unterschiede, so das Ergebnis des VDA-E-Ladenetz-Rankings.

"Der Ausbau der Ladeinfrastruktur auf öffentlichen Straßen nimmt Fahrt auf. Doch während pro Monat knapp 60.000 E-Pkw in Deutschland neu zugelassen werden, wächst die Anzahl der öffentlich zugänglichen Ladepunkte nur um knapp 1.000 pro Monat. Das reicht nicht", erklärte Hildegard Müller.

"Wir brauchen rund 2.000 neue Ladepunkte pro Woche, damit Kundinnen und Kunden eine gute öffentlich zugängliche Versorgung für ihr E-Auto haben. Hinzukommen müssen neue Lademöglichkeiten im privaten Bereich, am Arbeitsplatz und im Handel. Überall brauchen wir mehr Tempo!"

Salzgitter ganz vorn 

Für das VDA-Ladenetz-Ranking hat der Verband die amtlichen Daten des Kraftfahrtbundesamtes und der Bundesnetzagentur ausgewertet. Stand Anfang April gab es 41.751 öffentlich zugängliche Ladepunkte.

Beim T-Wert, der angibt, wie viele E-Autos sich einen öffentlich zugänglichen Ladepunkt teilen müssen, hat Salzgitter den Spitzenrang übernommen. Auf Platz zwei folgt unverändert der Landkreis Freyung-Grafenau. Auf Rang drei steht nun die Stadt Emden, die sich um 4 Positionen verbessern konnte. Der vormalige Spitzenreiter, der Landkreis Regen, steht nunmehr auf Rang vier.

Die größte Verbesserung im T-Wert erreicht die Stadt Speyer, sie konnte 160 Plätze gutmachen und befindet sich nun auf Rang 35. Auch der Landkreis Barnim verzeichnete laut VDA eine positive Entwicklung und stieg um 139 Plätze auf Position 162. Schlusslichter sind die Städte Weimar, Remscheid und Schwerin, wo sich mehr als 70 Autos einen Ladepunkt teilen müssen.

Wolfsburg führend bei Attraktivität des Ladenetzes 

Bei der Attraktivität des Ladenetzes im Landkreis oder der Stadt, dem sogenannten A-Wert, führt Wolfsburg vor Passau und Regensburg. Der große Gewinner in den Top 10 ist die Stadt Zweibrücken, die 113 Listenplätze gutmachen konnte und sich nun auf Platz 8 befindet.

Den größten Sprung im Attraktivitäts-Ranking machte die Stadt Stuttgart, die um 301 Listenplätze auf Position 51 kletterte. Ebenfalls große Sprünge machten Mannheim, das um 188 Listenplätze auf Rang 125 stieg, sowie der Landkreis Ammerland, der 167 Listenplätze gutmacht und sich nun auf Position 176 wiederfindet. Schlusslichter waren Schwerin, Dessau-Roßlau und der Landkreis Peine.

Kontakt zur Autorin: andrea.thomas@wsj.com

DJG/aat/sha

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May 10, 2021 06:12 ET (10:12 GMT)

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Quelle:Dow Jones  10.05.2021 12:12


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