Nachrichten

DJ PRESSESPIEGEL/Unternehmen



Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

AUDI - Audi ist zuversichtlich, dass sich der Chipmangel für den Ingolstädter Autobauer trotz der weltweiten Lieferengpässe noch im Laufe des Jahres entspannen wird. "Wegen der angespannten Versorgungslage fahren wir weiterhin auf Sicht und können kurzfristige Produktionsstillstände nicht ausschließen", sagte Audi-Vertriebschefin Hildegard Wortmann. "Wir erwarten aber im zweiten Halbjahr für die Halbleiterversorgung eine Verbesserung", erklärte sie. Bis dahin könnten sich jedoch Lieferzeiten für Neufahrzeuge verlängern, fügte die Vorständin hinzu. (Augsburger Allgemeine)

EY - Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY (ehemals Ernst & Young) hat einen Streit hinter sich gelassen, in dem ihre Wirtschaftsprüfer als Abschlussprüfer waren: Michael Frege, Partner der Kanzlei CMS Hasche Sigle und Insolvenzverwalter der Maple Bank, hat sich in einem Vergleich mit EY geeinigt. Wie eine Justizsprecherin in Stuttgart erklärte, haben sich die Parteien außergerichtlich geeinigt. Eine für diesen Mittwoch angesetzte Verhandlung sei aufgehoben worden. Das Bankhaus hatte sich im großen Stil an Aktiengeschäften rund um den Dividendenstichtag beteiligt ("Cum-Ex") und musste im Jahr 2016 Insolvenz anmelden. Laut Anklage gegen die ehemalige Führungsriege der Maple Bank soll dem Fiskus ein Schaden von 346 Millionen Euro entstanden sein. (FAZ)

SAP - Angesichts der schwachen Aktienentwicklung haben Fonds den DAX-Konzern vor der Hauptversammlung teils harsch kritisiert. Fondsmanager Markus Golinski von Union Investment bezeichnete die Kursentwicklung in seinem Statement als "herbe Enttäuschung". Ingo Speich, Leiter Nachhaltigkeit und Corporate Governance bei Deka Investment, zeigte sich ebenfalls enttäuscht. 2020 markiere "mit der größten Kurskorrektur seit zwei Jahrzehnten" einen Tiefpunkt für die SAP-Aktionäre. Der Aktienkurs sei absolut und relativ zu den Wettbewerbern ein Trauerspiel. (Börsen-Zeitung)

LUFTHANSA - Die von der Corona-Krise schwer getroffene Deutsche Lufthansa will Insidern zufolge über eine Kapitalerhöhung mindestens 3 Milliarden Euro aufnehmen. Neue Aktien in diesem Volumen könnten schon im Sommer oder im Frühherbst ausgegeben werden, sagten drei mit dem Vorgang Vertraute der Nachrichtenagentur Reuters. Der Zeitpunkt und die genaue Summe sei von der Marktentwicklung abhängig. Der MDAX-Konzern bevorzuge eine große statt mehrerer kleiner Kapitalerhöhungen. Deutsche Bank und Bank of America fühlten für die Lufthansa bei institutionellen Investoren vor, inwiefern sie bereit seien, sich an der Kapitalerhöhung zu beteiligen. Ein Lufthansa-Sprecher wollte dazu keine Stellung nehmen. (Reuters)

DEUTSCHE BANK - Der milliardenschwere Betrugs- und Korruptionsskandal um den malaysischen Staatsfonds 1Malaysia Development Bhd (1MDB) hat womöglich Folgen für mehrere Banken. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Verweis auf informierte Kreise berichtet, versucht sich 1MDB, mehr als 23 Milliarden Dollar wiederzubeschaffen und verklagt dazu unter anderem die US-Großbank JP Morgan und die Deutsche Bank. (SZ)

OPEL - Der Autohersteller Opel will seine Beschäftigten auch nach Ende der Pandemie überwiegend im Homeoffice arbeiten lassen. Bei geeigneten Arbeitsplätzen sollen bis zu 70 Prozent der Arbeitszeit zu Hause erledigt werden, bestätigte ein Sprecher entsprechende Informationen des Handelsblatts. Opel-Chef Michael Lohscheller will mit dem neuen Konzept auch Bürokosten sparen und die Verwaltung am Unternehmenssitz in Rüsselsheim verkleinern. (Handelsblatt)

HAMBURG COMMERCIAL BANK - Die Hamburg Commercial Bank hebt ihre Ergebnisprognose für das laufende Jahr deutlich an. Statt gut 100 Millionen Euro erwarte das Institut nun einen Konzerngewinn von über 200 Millionen Euro, sagte Vorstandschef Stefan Ermisch dem Handelsblatt. (Handelsblatt)

KFW - Stefan Wintels, 54, Investmentbanker, hat gute Chancen, Vorstandschef der bundeseigenen Förderbank KfW zu werden. Wintels, der momentan noch das weltweite Geschäft mit Finanzinstituten bei der US-Großbank Citigroup leitet, sei Favorit für die Spitze der drittgrößten deutschen Bank, bestätigten mehrere Insider gemeinsame Recherchen von SZ und Finanz-Szene. Die Suche nach einem neuen Chef für die Förderbank wäre damit doch noch vor der Bundestagswahl beendet. (SZ)

DELL - Die fehlenden Halbleiter bringen die Computerhersteller in Bedrängnis. "Der Chipmangel ist definitiv eine Herausforderung", sagte Michael Dell, Gründer und CEO von Dell Technologies, im Interview mit dem Handelsblatt. Mit einer baldigen Besserung rechnet er nicht - im Gegenteil: "Die Knappheit wird wahrscheinlich ein paar Jahre anhalten. Auch wenn überall in der Welt Chipfabriken gebaut werden: Das braucht Zeit." (Handelsblatt)

SANITY GROUP - Die Berliner Sanity Group will führender Anbieter von Cannabidiol-Produkte und Medizinalcannabis in Europa werden. In diesem Jahr soll der Umsatz von 3 auf 20 Millionen Euro steigen, sagte Gründer Finn Age Hänsel. Ein Börsengang habe aus vielen Gründen Charme, auch weil das Unternehmen an Arzneimitteln forsche, die durch aufwendige klinische Studien gehen müssen. "Wir sind prinzipiell ausreichend finanziert, um in absehbarer Zeit profitabel zu werden. Aber da wollen wir natürlich nicht aufhören und die Nummer 1 in Europa werden. Wir werden also weiter investieren und auch Investoren ansprechen. Ob privat oder über die Börse, damit werden wir uns wahrscheinlich in den nächsten Monaten beschäftigen." (Börsen-Zeitung)

- Alle Angaben ohne Gewähr.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/brb/kla

(END) Dow Jones Newswires

May 11, 2021 00:59 ET (04:59 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.



Quelle:Dow Jones  11.05.2021 06:59


Weitere Finanznachrichten auf der Website der Consorsbank.
Aktueller Marktüberblick bei der Consorsbank.

Bitte beachten Sie folgenden wichtigen Hinweis