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DJ MÄRKTE EUROPA/Versöhnlicher Wochenausklang kündigt sich an



FRANKFURT (Dow Jones)--Die europäischen Aktienmärkte notieren am Freitagmittag mehrheitlich knapp im Plus. Der Verfalltermin an der Terminbörse Eurex führt zur Mittagszeit zu etwas Abgabedruck an den Börsen. Leicht positiv wirkt dagegen die Hoffnung auf eine Lösung des US-chinesischen Handelsstreit. "Die Risiko-Bereitschaft nimmt schon wieder zu", so ein Händler. Laut Lawrence Kudlow, oberster Wirtschaftsberater des US-Präsidenten, rückt ein Handelsabkommen zwischen den USA und China näher: "Es ist noch nicht fertig, aber es gab sehr gute Fortschritte und es war auch sehr konstruktiv", so Kudlow. Der DAX zeigt sich kaum verändert bei 13.184 Punkten, der Euro-Stoxx-50 zieht um 0,1 Prozent auf 3.692 Punkte an.

Der Euro klebt weiter an der Marke von 1,10 Dollar und damit in der Nähe der Jahrestiefs. Besonders stark im Markt liegen zunächst die Rohstoff-Aktien mit einem Plus des europäischen Stoxx-Branchenindex von 1,6 Prozent.

   Börse Paris auf Jahreshoch 

Die Börse in Paris notiert einmal mehr auf Jahreshoch. Sie profitiert von dem Plus von 1,2 Prozent in Arcelormittal. Positiv wird hier gesehen, der Stahlkonzern von Indiens Oberstem Gerichtshof grünes Licht für seine Übernahme der bankrotten indischen Essar Steel erhalten. Damit ist der Weg in den zweitgrößten Markt der Welt für den europäischen Stahlkonzern nun frei.

Zudem gewinnen die Aktien von Orange 2 Prozent. Hier treiben positive Aussagen des CFO von der Telekom-Branchenkonferenz in Barcelona und Berichte, man wolle sich wie andere Mobilfunkbetreiber von den Masten trennen. Dies könnte bis zu 10 Milliarden Euro in die Kasse spülen. Ein Händler hält den genannten Betrag für zu gering, schließlich sei Orange die ehemalige France Telecom und damit auch größter Betreiber von Sendemasten in Frankreich.

   SEB brechen ein 

Die Aktien der skandinavischen Bank SEB brechen um 12 Prozent ein. Schuld daran sei allein eine Anfrage des schwedischen Fernsehens. "Angesichts der zahlreichen Geldwäsche-Vorwürfe an die nordischen Banken ist man sehr, sehr vorsichtig geworden", sagt ein Händler. Die SEB hat am Freitagmorgen bestätigt, dass sie von der Sendung "Uppdrag granskning" des Sveriges Televisions zu einem Kommentar aufgefordert wurde. Die Sendung beschäftigt sich generell mit Geldwäsche im Norden und behauptet, auch Informationen über die SEB zu besitzen, so der Sender. Die SEB teilte mit, keine weiteren Kenntnisse über den Inhalt der Sendung zu haben. Aus Gründen der Transparenz teile man die Anfrage gegenüber dem Markt mit. Auf neue Informationen wolle man sofort reagieren, teilte die Bank mit.

Die britischen Telekom-Aktien stehen ebenfalls unter Druck. BT Group und Vodafone fallen um 2,2 bzw. 1,8 Prozent. Vor allem BT Group werden dabei als Leidtragender der Pläne der Labour-Partei gesehen, allen Haushalten kostenlose Breitbandzugänge zur Verfügung zu stellen. Michael Hewson, Chef-Analyst bei CMC Markets UK, kommentiert dazu, die Partei wolle zudem das Unternehmenssegment Openreach von BT Group wieder verstaatlichen. BT habe sich dazu überrascht geäußert, da man sie bislang nicht als Kandidat dafür gesehen habe. Andere Aktien würden bereits mit einem Abschlag wegen dieser Gefahr handeln. Hewson nennt hier unter anderem Royal Bank of Scotland, National Grid, Centrica, Severn Trent, Royal Mail sowie Bahnunternehmen wie National Express.

   Berichtssaison dünnt aus 

Deutlich ruhiger geworden ist es auf der Unternehmensseite. LEG Immobilien geben 2,5 Prozent ab, obwohl der Konzern die Erwartungen leicht übertroffen hat. "Immobilien-Aktien sind derzeit einfach nicht in", so ein Marktteilnehmer. Er verweist auf den deutlichen Zinsanstieg der vergangenen Wochen und den politischen Gegenwind bei Mieterhöhungen.

Kräftig aufwärts geht es dagegen bei Stabilus. Auch hier sind die Zahlen einen Tick besser ausgefallen als erwartet. Der Kurs zieht um 10 Prozent an. Eine überraschend starke Margenentwicklung im dritten Quartal sehen Händler bei den finalen Zahlen von Moeller-Maersk. Die dänische Reederei konnte den Gewinn stärker als erwartet steigern. Die Papiere legen um 1,7 Prozent zu.

Die Aktien von Delticom brechen um 11 Prozent ein. Der Online-Reifenhändler hat eine drastische Gewinn- und Umsatzwarnung ausgesprochen. Anstelle eine Gewinns erwartet er nun für das Gesamtjahr einen Fehlbetrag. Gleichzeitig werde über die weitere Finanzierung verhandelt.

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Aktienindex              zuletzt      +/- %     absolut      +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50           3.692,00       0,09        3,19          23,01 
Stoxx-50                3.322,57      -0,24       -7,87          20,38 
DAX                    13.183,99       0,03        3,76          24,86 
MDAX                   27.039,88      -0,15      -40,87          25,25 
TecDAX                  2.979,19       0,07        2,10          21,59 
SDAX                   11.953,30      -0,08       -9,60          25,70 
FTSE                    7.250,10      -0,59      -42,66           8,39 
CAC                     5.910,96       0,17        9,89          24,95 
 
Rentenmarkt              zuletzt                absolut        +/- YTD 
Dt. Zehnjahresrendite      -0,34                   0,02          -0,58 
US-Zehnjahresrendite        1,84                   0,01          -0,84 
 
DEVISEN                  zuletzt      +/- %    Fr, 8:02  Do, 17:33 Uhr    % YTD 
EUR/USD                   1,1034     +0,10%      1,1023         1,1013    -3,8% 
EUR/JPY                   119,89     +0,34%      119,71         119,39    -4,7% 
EUR/CHF                   1,0914     +0,21%      1,0905         1,0872    -3,0% 
EUR/GBP                   0,8569     +0,15%      0,8557         0,8548    -4,8% 
USD/JPY                   108,65     +0,24%      108,60         108,41    -0,9% 
GBP/USD                   1,2877     -0,04%      1,2881         1,2882    +0,9% 
USD/CNH (Offshore)        7,0101     -0,12%      7,0051         7,0255    +2,1% 
Bitcoin 
BTC/USD                 8.619,76     -0,30%    8.564,26       8.619,51  +131,8% 
 
ROHÖL                    zuletzt  VT-Settl.       +/- %        +/- USD    % YTD 
WTI/Nymex                  56,59      56,77       -0,3%          -0,18   +17,0% 
Brent/ICE                  61,83      62,28       -0,7%          -0,45   +11,8% 
 
METALLE                  zuletzt     Vortag       +/- %        +/- USD    % YTD 
Gold (Spot)             1.466,17   1.471,10       -0,3%          -4,94   +14,3% 
Silber (Spot)              16,89      17,04       -0,9%          -0,15    +9,0% 
Platin (Spot)             878,65     881,68       -0,3%          -3,03   +10,3% 
Kupfer-Future               2,63       2,62       +0,1%          +0,00    -0,8% 
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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November 15, 2019 06:36 ET (11:36 GMT)

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Quelle:Dow Jones  15.11.2019 12:36


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