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DJ MÄRKTE EUROPA/Paris auf Mehrjahreshoch - Rekorde an der Wall Street



FRANKFURT (Dow Jones)--Die europäischen Aktienmärkte notieren am Freitagnachmittag im Plus. Der Verfalltermin an der Terminbörse Eurex führte zur Mittagszeit zu etwas Abgabedruck an den Börsen. Die Delle konnte allerdings schnell abgearbeitet werden. Die Champagnerkorken knallen an der Börse in Paris, dort notiert der Benchmarktindex CAC-40 auf dem höchsten Stand seit zwölf Jahren. Aber auch an der Wall Street gibt es was zu feiern, dort notieren Dow-Jones, S+P-500 sowie Nasdaq-Index auf Rekordhoch.

Leicht positiv wirkt die Hoffnung auf eine Lösung des US-chinesischen Handelsstreit. Laut Lawrence Kudlow, oberster Wirtschaftsberater des US-Präsidenten, rückt ein Handelsabkommen zwischen den USA und China näher: "Es ist noch nicht fertig, aber es gab sehr gute Fortschritte und es war auch sehr konstruktiv", so Kudlow. Der DAX legt um 0,2 Prozent auf 13.203 Punkten zu, der Euro-Stoxx-50 zieht um 0,3 Prozent auf 3.700 Punkte an.

   Börse Paris auf Jahreshoch 

Der Höhenflug in Paris geht auch auf das Konto des 2-prozentigen Aufschlags von Arcelormittal. Positiv wird hier gesehen, dass der Stahlkonzern von Indiens Oberstem Gerichtshof grünes Licht für seine Übernahme der bankrotten indischen Essar Steel erhalten hat. Damit ist der Weg auf dem zweitgrößten Markt der Welt für den europäischen Stahlkonzern nun frei.

Zudem gewinnen die Aktien von Orange 1,6 Prozent. Hier treiben positive Aussagen des CFO von der Telekom-Branchenkonferenz in Barcelona und Berichte, man wolle sich wie andere Mobilfunkbetreiber von den Masten trennen. Dies könnte bis zu 10 Milliarden Euro in die Kasse spülen. Ein Händler hält den genannten Betrag für zu gering, schließlich sei Orange die ehemalige France Telecom und damit auch größter Betreiber von Sendemasten in Frankreich.

   SEB brechen ein 

Die Aktien der skandinavischen Bank SEB brechen um 12,4 Prozent ein. Verantwortlich dafür sei allein eine Anfrage des schwedischen Fernsehens. "Angesichts der zahlreichen Geldwäschevorwürfe an die nordischen Banken ist man sehr, sehr vorsichtig geworden", sagt ein Händler. Die SEB hat am Freitagmorgen bestätigt, dass sie von der Sendung "Uppdrag granskning" des Sveriges Televisions zu einem Kommentar aufgefordert wurde. Die Sendung beschäftigt sich generell mit Geldwäsche im Norden und behauptet, auch Informationen über die SEB zu besitzen, so der Sender. Die SEB teilte mit, keine weiteren Kenntnisse über den Inhalt der Sendung zu besitzen. Aus Gründen der Transparenz teile man die Anfrage gegenüber dem Markt mit. Auf neue Informationen wolle man sofort reagieren, teilte die Bank mit.

Die britischen Telekom-Aktien stehen ebenfalls unter Druck. BT Group und Vodafone fallen um 1,2 bzw. 3,1 Prozent. Beide werden als Leidtragende der Pläne der Labour-Partei gesehen, allen Haushalten kostenlose Breitbandzugänge zur Verfügung zu stellen. Michael Hewson, Chef-Analyst bei CMC Markets UK, kommentiert dazu, die Partei wolle zudem das Unternehmenssegment Openreach von BT Group wieder verstaatlichen. BT habe sich dazu überrascht geäußert. Andere Aktien würden bereits mit einem Abschlag wegen dieser Gefahr handeln. Hewson nennt hier unter anderem Royal Bank of Scotland, National Grid, Centrica, Severn Trent, Royal Mail sowie Bahnunternehmen wie National Express.

   Berichtssaison dünnt aus 

Deutlich ruhiger geworden ist es auf der Unternehmensseite. LEG Immobilien geben 1,6 Prozent ab, obwohl der Konzern die Erwartungen leicht übertroffen hat. "Immobilien-Aktien sind derzeit einfach nicht in", so ein Marktteilnehmer. Er verweist auf den deutlichen Zinsanstieg der vergangenen Wochen und den politischen Gegenwind bei Mieterhöhungen.

Kräftig aufwärts geht es dagegen bei Stabilus. Auch hier sind die Geschäftszahlen einen Tick besser ausgefallen als erwartet. Der Kurs zieht um knapp 10 Prozent an. Eine überraschend starke Margenentwicklung im dritten Quartal sehen Händler bei den finalen Geschäftszahlen von Moeller-Maersk. Die dänische Reederei konnte den Gewinn stärker als erwartet steigern. Die Papiere legen um 1,7 Prozent zu.

Die Aktien von Delticom brechen um rund 10 Prozent ein. Der Online-Reifenhändler hat eine drastische Gewinn- und Umsatzwarnung ausgesprochen. Anstelle eines Gewinns erwartet er nun für das Gesamtjahr einen Fehlbetrag. Gleichzeitig werde über die weitere Finanzierung verhandelt.

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Aktienindex              zuletzt      +/- %     absolut      +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50           3.699,78       0,30       10,97          23,27 
Stoxx-50                3.326,82      -0,11       -3,62          20,53 
DAX                    13.202,51       0,17       22,28          25,04 
MDAX                   27.138,50       0,21       57,75          25,71 
TecDAX                  2.989,72       0,42       12,63          22,02 
SDAX                   11.985,30       0,19       22,40          26,04 
FTSE                    7.275,59      -0,24      -17,17           8,39 
CAC                     5.924,53       0,40       23,46          25,24 
 
Rentenmarkt              zuletzt                absolut        +/- YTD 
Dt. Zehnjahresrendite      -0,34                   0,01          -0,58 
US-Zehnjahresrendite        1,83                   0,01          -0,85 
 
DEVISEN                  zuletzt      +/- %    Fr, 8:02  Do, 17:33 Uhr    % YTD 
EUR/USD                   1,1049     +0,24%      1,1023         1,1013    -3,6% 
EUR/JPY                   120,13     +0,54%      119,71         119,39    -4,5% 
EUR/CHF                   1,0933     +0,38%      1,0905         1,0872    -2,9% 
EUR/GBP                   0,8557     +0,00%      0,8557         0,8548    -4,9% 
USD/JPY                   108,72     +0,29%      108,60         108,41    -0,9% 
GBP/USD                   1,2911     +0,22%      1,2881         1,2882    +1,2% 
USD/CNH (Offshore)        7,0063     -0,17%      7,0051         7,0255    +2,0% 
Bitcoin 
BTC/USD                 8.454,76     -2,20%    8.564,26       8.619,51  +127,3% 
 
ROHÖL                    zuletzt  VT-Settl.       +/- %        +/- USD    % YTD 
WTI/Nymex                  57,02      56,77       +0,4%           0,25   +17,9% 
Brent/ICE                  62,39      62,28       +0,2%           0,11   +12,8% 
 
METALLE                  zuletzt     Vortag       +/- %        +/- USD    % YTD 
Gold (Spot)             1.467,09   1.471,10       -0,3%          -4,01   +14,4% 
Silber (Spot)              16,96      17,04       -0,5%          -0,08    +9,4% 
Platin (Spot)             886,70     881,68       +0,6%          +5,02   +11,3% 
Kupfer-Future               2,63       2,62       +0,5%          +0,01    -0,5% 
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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November 15, 2019 10:11 ET (15:11 GMT)

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Quelle:Dow Jones  15.11.2019 16:11


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