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DJ KORREKTUR: MÄRKTE EUROPA/Sehr schwach - DAX wieder deutlich unter 13.000 Punkten



Im um 10.11 Uhr am Montag gesendeten Eröffnungsbericht über die Aktienmärkte in Europa muss es im zweiten Satz korrekt heißen:

Der DAX verliert im frühen Handel 2,2 (NICHT: 22,) Prozent auf 12.822 Punkte, der Euro-Stoxx-50 verliert 2,0 Prozent auf 3.219 Zähler.

Nachfolgend eine korrigierte Neufassung:

MÄRKTE EUROPA/Sehr schwach - DAX wieder deutlich unter 13.000 Punkten

FRANKFURT (Dow Jones)--Die europäischen Indizes sind am Montag deutlich schwächer in den Tag gestartet. Der DAX verliert im frühen Handel 2,2 Prozent auf 12.822 Punkte, der Euro-Stoxx-50 verliert 2,0 Prozent auf 3.219 Zähler. Für Vorsicht und Verkaufsbereitschaft sorgen die anhaltenden hohen Coronoa-Infektionszahlen und damit verbunden regionale Verschärfungen der Lockdowns. Am als vergleichsweise sicher geltenden Anleihemarkt ziehen dazu passend die Kurse deutlicher an, die Rendten sinken also.

Besonders davon betroffen ist erneut der Reise- und Luftfahrtsektor am Aktienmarkt, dessesn Stoxx-Subindex um 4 Prozent nachgibt. Die Lufthansa-Aktie büßt fast 7 Prozent ein, Tui rutschen um fast 10 Prozent ab.

Frische Impulse halten sich ansonsten in Grenzen. Die Bewertungsniveaus an den Aktienmärkten sind unverändert hoch und damit viel positive Erwartung in den aktuellen Kursen bereits eingepreist. Der Terminkalender gibt nicht viel her. Am Nachmittag steht die Veröffentlichung des Chicago Fed Index auf der Agenda. Erst am Dienstag stehen mit dem EU-Verbrauchervertrauen und Mittwoch dann die Einkaufsmanager-Indizes wichtige Termine auf dem Kalender.

In den USA geht derweil das Gezerre um ein neues staatliches Stimulierungspaket weiter. Daneben wird die Präsidentschaftswahl im November immer mehr zum Marktthema. Aktuell zeichnet sich ein Streit um die Nachfolge der verstorbenen US-Verfassungsrichterin Ruth Bader Ginsburg ab. US-Präsident Trump möchten einen Nachfolger noch vor den Wahlen durchsetzen.

    Geldwäschevorwürfe lasten auf Bankensektor 

Geldwäschevorwürfe belasten den Bankensektor, der um gut 4 Prozent nachgibt. Dokumente aus einem Datenleck des US-Finanzministeriums legen Berichten zufolge eine problematische Rolle von Banken bei der Geldwäschebekämpfung offen. So hätten viele Banken trotz strenger Regeln über Jahre hinweg Geschäfte mit hochriskanten Kunden abgewickelt und Vorgänge mitunter nur zögerlich und mit Verspätung gemeldet. Genannt werden unter anderem Deutsche Bank, JP Morgan und HSBC. Der Banken-Subindex verliert 4,1 Prozent. Deutsche Bank sacken um 4,7 Prozent ab, Commerzbank um 3,9 Prozent.

   United Internet und 1&1 Drillisch brechen ein 

Schwer belastet zeigen sich nach Prognosesenkungen die Aktien von United Internet und 1&1 Drillisch. United Internet verlieren 25 und 1&1 Drillisch 28 Prozent. Telefonica Deutschland geben im sehr schwachen Gesamtmarkt um 2,9 Prozent nach. Hintergrund sind Preiserhöhungen ab Juli 2020 wegen der Nutzung der Telefonica-Netzkapazität durch die Tochtergesellschaft 1&1 Drillisch. United Internet rechnet nun für 2020 statt mit einem operativen Ergebnis von 1,266 Milliarden Euro mit nur noch 1,18 Milliarden. Ähnlich sieht es bei 1&1 Drillisch aus. Die Senkungen belasten auch deswegen so stark, weil sie sich über 2020 hinziehen könnten, sollte keine Einigung mit Telefonica erzielt werden.

Grenke knicken erneut ein, diesmal um 6,4 Prozent. Der Leasinganbieter zieht Konsequenzen aus den von dem Short-Seller Viceroy Research vorgebrachten schweren Anschuldigungen und lässt das in der Kritik stehende Franchise-System unabhängig prüfen. Auch eine Integration in den Konzern wird erwogen. Unternehmensgründer Wolfgang Grenke lässt sein Aufsichtsratsmandat unterdessen ruhen, um Interessenskonflikte zu vermeiden.

   Rolls-Royce weiter schwach - Zeitpunkt der Kapitalerhöhung überrascht 

Mit Spekulationen über eine schon baldige Kapitalerhöhung geht es für Rolls Royce kräftig um 10 Prozent nach unten. Berenberg zeigt sich erstaunt über den Zeitpunkt angesichts des aktuellen Kapitalpolsters von rund 8 Milliarden Pfund. Eine Kapitalerhöhung dürfte stark verwässernd wirken, allerdings dürfte die Stärkung der Bilanz grundsätzlich positiv für das Papier wirken. In der Vorwoche hatte die Aktie mit der Nachricht, wonach Rolls-Royce weiter eine Reihe von Finanzierungsmöglichkeiten zur Stärkung der Bilanz prüft, bereits deutlich nachgegeben.

Erstmals in neuer Zusammensetzung werden die Indizes Euro-Stoxx- und Stoxx-50 gehandelt. Neu im Euro-Stoxx-50 sind Adyen, Kone, Pernod Ricard, Prosus und Vonovia. Herausgefallen sind BBVA, Fresenius, Orange, Societe Generale und Telefonica. Neu im Stoxx-50 sind Adyen, für die Santander herausgeonmmen wurden. Adyen, die im am Freitag noch um über 5 Prozent zugelegt hatten, kommen leicht zurück um 0,8 Prozent. In der Schweiz rückt die Aktie der Partners Group in den SMI auf, herausgefallen ist Adecco. Änderungen gibt es auch im MDAX und im SDAX sowie im Stoxx-600.

 
Aktienindex              zuletzt      +/- %     absolut  +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50           3.213,66      -2,13      -70,03     -14,19 
Stoxx-50                2.927,15      -1,73      -51,44     -13,98 
DAX                    12.801,01      -2,40     -315,24      -3,38 
MDAX                   26.909,73      -2,19     -603,18      -4,96 
TecDAX                  3.040,87      -2,47      -77,15       0,86 
SDAX                   12.101,31      -2,90     -361,96      -3,28 
FTSE                    5.848,18      -2,64     -158,84     -20,36 
CAC                     4.873,07      -2,11     -105,11     -18,48 
 
Rentenmarkt              zuletzt                absolut    +/- YTD 
Dt. Zehnjahresrendite      -0,51                  -0,02      -0,75 
US-Zehnjahresrendite        0,67                  -0,03      -2,01 
 
DEVISEN                  zuletzt      +/- %    Mo, 8:30  Fr, 17:26   % YTD 
EUR/USD                   1,1826     -0,15%      1,1859     1,1863   +5,5% 
EUR/JPY                   123,18     -0,52%      123,73     123,83   +1,0% 
EUR/CHF                   1,0773     -0,10%      1,0794     1,0786   -0,8% 
EUR/GBP                   0,9183     +0,25%      0,9160     0,9158   +8,5% 
USD/JPY                   104,15     -0,39%      104,34     104,39   -4,3% 
GBP/USD                   1,2877     -0,42%      1,2950     1,2954   -2,8% 
USD/CNH (Offshore)        6,7687     +0,01%      6,7580     6,7692   -2,8% 
Bitcoin 
BTC/USD                10.874,51     +0,05%   10.945,01  10.889,96  +50,8% 
 
ROHOEL                   zuletzt  VT-Settl.       +/- %    +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex                  40,13      41,11       -2,4%      -0,98  -30,0% 
Brent/ICE                  42,33      43,15       -1,9%      -0,82  -31,4% 
 
METALLE                  zuletzt     Vortag       +/- %    +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)             1.947,53   1.950,56       -0,2%      -3,03  +28,4% 
Silber (Spot)              26,64      26,77       -0,5%      -0,13  +49,2% 
Platin (Spot)             934,78     934,10       +0,1%      +0,68   -3,1% 
Kupfer-Future               3,09       3,11       -0,7%      -0,02   +9,5% 
 

Kontakt zum Autor: thomas.leppert@wsj.com

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September 21, 2020 09:23 ET (13:23 GMT)

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Quelle:Dow Jones  21.09.2020 15:23


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