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DJ DIE AUTO-WOCHE - das waren die wichtigsten Themen



BMW gibt nach starkem Quartal vorsichtigen Ausblick

Die hohe Nachfrage nach Premiumfahrzeugen vor allem in China hat BMW einen außerordentlich starken Jahresstart beschert. Der Konzern steigerte das Ergebnis deutlich überproportional zum Umsatz im ersten Quartal. Angesichts des starken Jahresstarts ist der DAX-Konzern bei der Marge im Kerngeschäft mit Oberklasseautos jetzt etwas optimistischer für das Gesamtjahr.

BMW erwartet bis zu 1 Mrd Euro Belastung bei Rohstoffen

BMW rechnet angesichts höherer Rohstoffpreise mit einer Belastung von bis zu 1 Milliarde Euro im laufenden Jahr. In der Summe dürften es zwischen 500 Millionen und 1 Milliarde Euro werden, sagte Finanzvorstand Nicolai Peter. Höhere Preise verzeichne der Premiumautohersteller insbesondere bei Rhodium, Palladium und Stahl.

BMW und Ford beteiligen sich an Start-up für Feststoffbatterien

BMW hat sich mit Ford an dem Feststoffbatterien-Hersteller Solid Power beteiligt. Die Unternehmen haben mit einem Investor bei einer Investitionsrunde laut Mitteilung 130 Millionen US-Dollar in das Start-up investiert. "BMW und Ford nehmen damit führende Positionen im Rennen um Elektrofahrzeuge ein, die von Feststoffbatterien angetrieben werden", sagte Doug Campbell, CEO und Mitbegründer von Solid Power.

Volkswagen erhöht Renditeprognose nach starkem Quartal

Deutlich bessere Autoverkäufe vor allem in China und eine hohe Nachfrage nach höherpreisigen Fahrzeugen haben Volkswagen einen unerwartet starken Jahresstart beschert. Der Konzern steigerte sowohl den Umsatz als auch das operative Ergebnis im ersten Quartal kräftig und übertraf die Markterwartungen. Die positive Entwicklung im zweiten Halbjahr 2020 habe sich fortgesetzt. Die Renditeerwartungen für das laufende Jahr erhöhte VW leicht.

Volkswagen Kernmarke bekräftigt Margenziele bis 2023

Volkswagen will bei der Kernmarke auch in den kommenden Jahren durch Kostensenkungen und eine effizientere Produktion die Profitabilität steigern. Im laufenden Jahr soll die operative Umsatzrendite trotz Belastungen durch höhere Rohstoffpreise und Chip-Engpässe wie geplant zwischen 3 bis 4 Prozent liegen. 2023 soll die Rendite dann auf 6 Prozent steigen.

Audi noch vorsichtig für weiteren Jahresverlauf

Audi blickt nach einem starken Jahresstart weiter vorsichtig optimistisch auf die kommenden Monate. Neben den Auswirkungen der Pandemie bleibe die Situation rund um die Halbleiterversorgung angespannt. Dementsprechend sei die Prognose unverändert: Für 2021 erwartet der Audi-Konzern bei Auslieferungen und Umsatzerlösen deutlich über Vorjahr eine operative Umsatzrendite zwischen 7 und 9 Prozent.

Porsche bekräftigt Margenziel - Taycan-Absatz stark

Porsche bekräftigt nach einem starken ersten Quartal den Ausblick für das Gesamtjahr. Die Umsatzrendite sollte mindestens 15 Prozent erreichen. "Falls unser erfolgreicher Start ins Jahr 2021 nicht durch einen möglichen Mangel an Halbleitern gebremst wird, bin ich optimistisch, dass wir am Ende ein operatives Rekordergebnis abliefern können", sagte Porsche-Finanzvorstand Lutz Meschke. Optimistisch stimme besonders die hohe Nachfrage nach dem Taycan.

Elektro-Startup Nio plant 2022 Markteintritt in Deutschland

Der chinesische Elektroauto-Hersteller Nio will 2022 den Vertrieb in Deutschland starten. "Wir hoffen, dass wir hier schon nächstes Jahr einige unserer Autos und Dienste anbieten können", sagte Nio-Gründer William Li dem Spiegel. Als erstes Land in Europa nehme der in New York börsennotierte Tesla-Konkurrent noch im Herbst dieses Jahres Norwegen ins Visier.

Stellantis steigert Umsatz in 1Q und warnt vor Chip-Engpass

Stellantis hat im ersten Quartal den Umsatz gesteigert und die Prognose für das laufende Jahr bestätigt. Der Autohersteller erwartet jedoch, dass sich die Auswirkungen des Chip-Mangels auf die Produktion im zweiten Quartal verschärfen wird, bevor es in der zweiten Jahreshälfte zu einer Verbesserung kommen soll. Der Auto-Konzern hat in den ersten drei Monaten einen Netto-Umsatz von 34,3 Milliarden Euro verzeichnet.

Ferrari verschiebt Gewinnziel für 2022

Ferrari hat Umsatz und Gewinn im ersten Quartal gesteigert und 2021 das Erreichen des oberen Endes der Jahresprognose in Aussicht gestellt. Die Finanzziele für 2022 verschob Ferrari aber aufgrund der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie um ein Jahr nach hinten. Im ersten Quartal betrug der Nettogewinn 205 Millionen Euro, verglichen mit 166 Millionen Euro im Vorjahr.

General Motors nach starkem Quartal etwas optimistischer

General Motors (GM) hat seinen Gewinn im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum vervielfacht. Der US-Autokonzern verdiente deutlich mehr als von Analysten erwartet. Angesichts des weiter guten Geschäftsverlaufs und hoher Verkaufspreise gab GM einen etwas optimistischeren Ausblick für 2021, warnte aber auch vor Belastungen aus den Engpässen bei Halbleitern.

Nissan Motor verkauft seinen Daimler-Anteil von 1,5 Prozent

Nissan Motor Co. hat sich von seinem kompletten Anteil an der Daimler AG getrennt. Wie Nissan mitteilte, hat er die Aktien für rund 1,15 Milliarden Euro an institutionelle Investoren verkauft. Der Platzierungspreis lag bei 69,85 Euro je Aktie. Nissan will sich mit dem Verkauf Mittel für Investitionen besorgen, unter anderem für Elektroautos.

US-Autoabsatz im April erreicht höchstes Niveau seit 2005

In den USA kommt der Automarkt angesichts des zunehmend besseren wirtschaftlichen Umfelds in Fahrt. Im April überstieg die Anzahl verkaufter Neufahrzeuge den Wert von annualisiert 18,5 Millionen Einheiten. Das sei der beste Wert seit dem Jahr 2005, heißt es von Analysten bei JP Morgan. Trotz teils deutlich höherer Preise seien die Verkäufe stark.

ANALYSE/Gewinne der Autokonzerne trotzen der Chip-Knappheit

Die Autohersteller können sich im ersten Quartal über hohe Umsätze und Gewinne freuen. Doch sie müssen sich auf eine harte Fahrt vorbereiten, da der weltweite Mangel an Computerchips ein ansonsten günstiges Umfeld für den Autoverkauf eintrübt.

ANALYSE/GM zeigt Ford, wie es geht

General Motors macht in diesen Tagen offenbar vieles besser als Ford. Das klärt aber noch nicht die Frage, welche Aktie eher ins Depot gehört. Der Mangel an Halbleiter-Chips ist noch lange nicht vorbei, aber jetzt schon deuten die ersten Schadenseinschätzungen der Unternehmen darauf hin, dass GM mit den jüngsten Problemen weitaus besser zurechtkommt als Ford.

ANALYSE/So lässt sich Geld mit Ladegeräten für E-Autos verdienen

Zu den Hacken und Schaufeln im aktuellen Elektroauto-Goldrausch gehören Ladestationen. Sie scheinen zuverlässiger zu sein als die Startup-Automarken, die es mit Tesla aufnehmen wollen, aber die Investoren müssen sich noch entscheiden, ob sie Hacken, Schaufeln oder etwas ganz Neues bevorzugen.

HINTERGRUND/Autokonzerne stutzen 50 Jahre Just-in-Time-Fertigung

Toyota hält bis zu vier Monate Vorrat an bestimmten Teilen. Volkswagen baut sechs Fabriken, um seine eigenen Batterien herstellen zu können. Und in Anlehnung an Henry Ford versucht Tesla sich den Zugang zu Rohstoffen zu sichern. Die hypereffiziente Auto-Lieferkette, die durch die Worte "Just in Time" symbolisiert wird, durchläuft den größten Wandel seit mehr als einem halben Jahrhundert. Diesen Wandel beschleunigen die Probleme, die die Autohersteller während der Pandemie erlitten haben.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

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May 07, 2021 10:00 ET (14:00 GMT)

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Quelle:Dow Jones  07.05.2021 16:00


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